Appenzellerland
«Eine Verhöhnung für alle Risikopatienten»: Whistleblowerin kritisiert Impfdrängler im Spitalverbund Appenzell Ausserrhoden

Während einige Mitarbeiter mit täglichem Kundenkontakt immer noch auf eine Impfung warten, sollen am 18. Januar mehrere Mitglieder der erweiterten Geschäftsleitung des Spitalverbundes Appenzell Ausserrhoden (SVAR) geimpft worden sein. Das sorgt für Unmut.

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Dass sich mehrere Mitglieder der erweiterten Geschäftsleitung des SVAR impfen lassen haben, verärgert das Spitalpersonal.

Dass sich mehrere Mitglieder der erweiterten Geschäftsleitung des SVAR impfen lassen haben, verärgert das Spitalpersonal.

Bild: Keystone

(evw) Mehrere Mitglieder der erweiterten Geschäftsleitung des Spitalverbundes Appenzell-Ausserrhoden SVAR haben sich am Vormittag des 18. Januars im Impfzentrum Heiden gegen Covid-19 impfen lassen. Das schreibt der Beobachter. Die Informationen hat die Zeitschrift von einer Person, die anonym bleiben möchte. Über die Whistleblower-Plattform des Beobachters, schreibt sie: «Da haben sich etwa eine fürs Personal verantwortliche Person und eine Chefärztin vorzeitig impfen lassen.» Derweil würden andere Mitarbeiter, die jeden Tag Kontakte mit Patienten hätten, immer noch auf eine Impfung warten.

Gemäss des Artikels rechtfertigt sich die Geschäftsleitung des SVAR in einem Schreiben und gibt als Grund für die Aktion an, dass sich einige der Personen wieder abgemeldet hätten, die einen Termin für die Impfung gehabt hätten. Daher haben sie weitere impfwillige Mitarbeitende aufbieten müssen. Für die Whistleblowerin sei dies eine Verhöhnung für alle Risikopatienten und alle, die täglich mit Patienten Kontakt hätten und gerne nachgerückt wären.

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