Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

APPENZELLERLAND: Burglind hat den Säntis eingefroren

Sturmtief Burglind hat viel Schaden angerichtet - auch in den Bergen. Auf der Ebenalp flog das Dach der Skihütte Gartenwald davon. Auf dem Säntis hatte man hingegen mit Unmengen von Eis zu kämpfen.
Viel Eis sammelte sich auf dem Säntis an. (Bild: PD)

Viel Eis sammelte sich auf dem Säntis an. (Bild: PD)

Sturmtief Burglind ist mit starken Böen über das Appenzellerland gefegt. Es hat zahlreiche Schäden hinterlassen(siehe Ausgabe von gestern). Doch wie sieht es in den Höhenlagen aus? Die Säntis-Schwebebahn hat gestern um 9.30 Uhr ihren Betrieb wieder aufgenommen. Zuvor wurde das Eis von den Rollen und Stützen entfernt – wie auch von der Kabine, die während des Sturms oben auf der Bergstation gewesen war. Mehrere Tonnen Eis gefroren an ihr fest. Bruno Vattioni, Geschäftsführer der Säntis-Schwebebahn AG, sprach von einer «besonderen Situation». Die Null-Grad-Grenze befand sich am Mittwoch auf rund 2100 Metern, also rund 400 Meter unterhalb des Gipfels. Es regnete und windete stark, sodass sich in den oberen Höhenlagen viel Eis bildete. Dieses zu entfernen, bedeutete einen Mehraufwand. «Ansonsten haben wir aber keine Schäden verzeichnen müssen», so Vattioni.

Dach der Skihütte hat es weggefegt

Anders sieht es da auf der Eben-alp aus. «Wir haben mit Schäden gerechnet», so Mario Koller, Geschäftsführer der Luftseilbahn Wasserauen-Ebenalp AG. «Aber die Hoffnung hat man halt doch immer, dass nichts passiert.» Dieses Mal war das Hoffen aber vergebens. Burglind hat das gesamte Dach der Hütte beim Skilift Gartenwald abgerissen. Rund sechs mal acht Meter beträgt die Grösse der Holzkonstruktion. Diese trug der Wind davon. Nun liegt sie ein Stück entfernt in einem Abhang. Gestern wurde das Ausmass des Schadens vor Ort begutachtet. Wie hoch der finanzielle Schaden ist, lässt sich noch nicht beziffern. «Wichtig ist jetzt ein Notdach», so Koller. Ansonsten hat Burglind Bäume umstürzen lassen. «Diese haben wir in der Zwischenzeit aber beseitigt.» Die Pistenmarkierungen wurden gestern wieder angebracht. «Abgesehen vom Dach sind wir glimpflich davongekommen.» Von einem «glimpflichen Ausgang» wird auch auf dem Hohen Kasten gesprochen. Einen Stromausfall habe es gegeben. Und einige Systeme hätten daraufhin Mühe gehabt, bis sie wieder reibungslos funktionierten, berichtet Martin Ebneter, Geschäftsleiter der Hoher Kasten Drehrestaurant und Seilbahn AG aus Brülisau. «Ansonsten wurde nichts in Mitleidenschaft gezogen.» 191 Stundenkilometer wurden auf dem Hohen Kasten gemessen, während Westwind Burglind tobte. «Bei Föhnstürmen hatten wir auch schon über 200 Kilometer pro Stunde verzeichnen müssen. Selbst diese Geschwindigkeiten hatten wir aber schadlos überstanden.»

Astrid Zysset

astrid.zysset@appenzellerzeitung.ch

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.