Appenzeller Bahnen ändern Werkstattpläne

HERISAU. Die Appenzeller Bahnen haben die Pläne für den Neubau einer Werkstatt in Herisau aufgegeben und prüfen den Standort Appenzell. Die AB brauchen eine grössere Werkstatt, weil die neuen Züge für die Durchmesserlinie nicht mehr in die alte Werkstätte passen.

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HERISAU. Die Appenzeller Bahnen haben die Pläne für den Neubau einer Werkstatt in Herisau aufgegeben und prüfen den Standort Appenzell. Die AB brauchen eine grössere Werkstatt, weil die neuen Züge für die Durchmesserlinie nicht mehr in die alte Werkstätte passen. Wie Alexander Liniger, Mediensprecher der AB, einen Beitrag des «Regionaljournals Ostschweiz» von SRF bestätigte, wäre der Bau in Herisau wegen des schwierigen Baugrunds zu teuer geworden.

Herisau und Gais fallen weg

«Wir prüfen nun einen Neubau in Appenzell», sagte Liniger auf Anfrage der SDA. Zuerst brauche es Gespräche mit den Grundeigentümern. Weiter werden die Appenzeller Bahnen ein externes Gutachten über die Standortwahl erstellen lassen.

Langfristig sollen die Werkstätten in Herisau (2 Mitarbeiter) und in Gais (13 Mitarbeiter) geschlossen werden. Ein Teil der Mitarbeiter könnte in die neue Werkstatt wechseln. Die wegfallenden Stellen sollen über Pensionierungen und natürliche Fluktuationen aufgefangen werden. Die Werkstätten in Heiden und Speicher bleiben bestehen.

Unterschiede zu SOB zu gross

Die neuen Pläne haben auch Einfluss auf die angekündigte Zusammenarbeit beim Unterhalt mit der Südostbahn (SOB), die ebenfalls eine Werkstatt in Herisau betreibt. «Die Hoffnungen, dass wir bei der Materialbeschaffung Synergien nutzen könnten, haben sich jedoch zerschlagen», sagte Liniger. Die Unterschiede beim Rollmaterial der beiden Bahnen, die unterschiedliche Spurbreiten haben, seien zu gross. Die Zusammenarbeit hätte sich deshalb ohnehin auf einen Austausch von Fachpersonal beschränkt. (sda)

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