Appenzell Innerrhoden prüft Steuersenkung

APPENZELL. Die Innerrhoder Staatsrechnung 2015 schliesst mit einem Überschuss von 4,7 Millionen Franken ab – 7 Millionen Franken besser als budgetiert. Der Hauptgrund sind die hohen Steuereinnahmen. Für 2017 prüft die Regierung eine Steuersenkung.

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APPENZELL. Die Innerrhoder Staatsrechnung 2015 schliesst mit einem Überschuss von 4,7 Millionen Franken ab – 7 Millionen Franken besser als budgetiert. Der Hauptgrund sind die hohen Steuereinnahmen. Für 2017 prüft die Regierung eine Steuersenkung. Wer davon wie stark profitieren würde, ist noch offen. Genaueres wird die Standeskommission im kommenden Herbst mit dem Budget darlegen.

In der Verwaltung gespart

Säckelmeister (Finanzdirektor) Thomas Rechsteiner sprach gestern von einem «guten Jahresergebnis» trotz schwierigem wirtschaftlichem Umfeld. Sparsamkeit in der Verwaltung, solide Steuereingänge und eine höhere Gewinnausschüttung der Nationalbank hätten zum positiven Ergebnis geführt. Die Steuereinnahmen lagen 5,7 Mio. Franken über dem Budget und waren gleich gross wie 2014. Ein erwarteter Rückgang trat nicht ein. Die Verwaltung sparte beim Sachaufwand 2,7 Mio. Franken ein. Und am Gewinn der Nationalbank profitierte Appenzell Innerrhoden mit zusätzlichen 1,3 Millionen. Weit über dem Voranschlag lagen die Gesundheitsausgaben: Spitalaufenthalte, Pflegeleistungen, die Betriebskosten des Pflegeheims Appenzell und die Krankenkassen-Prämienverbilligung kosteten zusammen gegen fünf Millionen mehr als budgetiert.

Das Rechnungsergebnis liess die Bildung von 6,4 Mio. Franken an zusätzlichen Reserven zu. Der Überschuss wird dem Eigenkapital gutgeschrieben, das Ende Jahr 122,4 Mio. Franken betrug.

Investitionen blieben aus

Weil der Kanton verschiedene geplante Investitionen nicht ausführte – unter anderem lehnte die Landsgemeinde einen Kredit für ein neues Schwimmbad ab –, erreichten die Nettoinvestitionen mit 10,2 Mio. Franken nur knapp die Hälfte des budgetierten Werts. Der Eigenfinanzierungsgrad von 135 Prozent sei entsprechend zu relativieren, sagte Rechsteiner. (sda)