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APPENZELL: Gymnasium reagiert auf Kinderporno

Das Gymnasium St. Antonius setzt wegen des mutmasslich verbreiteten Kinderpornos auf Prävention.

«Wir planen mit der Jugendanwaltschaft Appenzell eine weitere Veranstaltung», sagt Marco Knechtle, Prorektor des Gymnasiums St. Antonius in Appenzell. Dort hat ein Schüler mutmasslich einen Kinderporno verbreitet (Ausgabe vom 29. März). An der Veranstaltung werde auch eine Fachpsychologin zugegen sein. Thema des Anlasses werde nicht in erster Linie die Rechtslage sein, sondern die Hintergründe von und der Umgang mit illegalen Inhalten im jugendlichen Kontext. Zufällig führt das Gymnasium kommende Woche ausserdem eine besondere Studienwoche durch. Die Neuntklässler werden dabei als Teil des Lehrplans das Thema Medien und Kommunikation behandeln. «Dabei werden wir natürlich auch auf den Vorfall zu sprechen kommen», sagt Knechtle. Ihm sei kein ähnlicher Fall bekannt.

Am Mittwoch hatte die Jugendanwaltschaft die Schülerinnen und Schüler informiert, dass ein Mitschüler mutmasslich mit dem Handy eines Elternteils einen Kinderporno ins Internet gestellt hat. Die Schüler wurden aufgefordert, diesen Film und andere illegale Inhalte von ihren Geräten zu löschen. Auf diese Ereignisse hat Knechtle bisher nicht viele Reaktionen erhalten. «Von Seiten der Eltern habe ich nichts gehört. Einzelne Schüler sagten, sie hätten die Art der Information gut gefunden.»

Wie «FM1Today» berichtet, stammt das Video ursprünglich aus Deutschland. Es war bereits vor zweieinhalb Jahren im Umfeld des St. Galler Schulhauses Grossacker aufgetaucht. Zwei Buben sind darin zu sehen, die einander unter dem T-Shirt an die Brust fassen. Am Ende des Films ist kurz das Glied eines Kindes ersichtlich. Um solche Vorfälle zu vermeiden, ist gemäss Daniel Süss, Professor für Medienpsychologie, vor allem eines wichtig: Aufklärung. «Sexualität darf kein Tabu sein.» Eltern und Lehrer müssten die Kinder und Jugendlichen altersgerecht darüber aufklären, was illegal sei und was nicht. (mha)

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