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Anzeige wegen Blockade an der Klimademo in St.Gallen: Organisatoren sind verärgert

Die Stadtpolizei verzeigt ein Mitglied des Klimakollektivs Ostschweiz. Grund ist eine Blockade in der St.Galler Innenstadt während der Klimademo im Mai. Das Klimakollektiv findet die Reaktion «unangebracht».
Die bisher letzte Klimademo in St.Gallen auf der kurzzeitig blockierten Kreuzung Kornhaus- und St.-Leonahrd-Strasse. (Bild: Adriana Ortiz Cardozo - 24. Mai 2019)

Die bisher letzte Klimademo in St.Gallen auf der kurzzeitig blockierten Kreuzung Kornhaus- und St.-Leonahrd-Strasse. (Bild: Adriana Ortiz Cardozo - 24. Mai 2019)

(vre/lim) Während rund einer Viertelstunde stand der Verkehr in der St.Galler Innenstadt still. Bei der Klimademo am 24. Mai wurde gegen Mittag die Kreuzung Kornhaus- und St.-Leonhard-Strasse blockiert. Die Demonstrantinnen und Demonstranten hatten auf der Kreuzung oberhalb des Bahnhofplatzes Lieder gesungen. Behindert wurde so unter anderem der Bus- und Postautoverkehr. Für den Organisator der Demo hat diese Aktion Konsequenzen.

Gegen eine Auflage verstossen

Die Polizei hat Anzeige gegen den Organisator erstattet, schreibt das Kollektiv in einer Medienmitteilung. Polizeisprecher Dionys Widmer sagte bereits kurz nach der Demonstration im Mai gegenüber Tagblatt Online, dass die Klimademo mit klaren Auflagen bewilligt wurde. Eine dieser Auflagen besagt, dass ein Demozug den Verkehr nicht mutwillig blockieren darf. Dies wurde am 24. Mai nicht eingehalten. Die Anzeige der Stadtpolizei liegt zur Beurteilung bei der Staatsanwaltschaft.

Das Klimakollektiv findet diese Reaktion «nicht gerechtfertigt». Es sei ungerecht, ein einzelnes Mitglied, das im Namen einer Bewegung handle, zu verzeigen. In der Mitteilung heisst es:

«Es ist falsch, eine einzelne Person zu beschuldigen, wenn die Verantwortung bei einer ganzen Bewegung liegt.»

Und weiter: «Zudem ist s doch eigentlich Aufgabe der Polizei, Straftaten zu verhindern und nicht jene einer einzelnen, minderjährigen Person.» Den Standpunkt vor der UBS habe man symbolisch gewählt.

Klimakollektiv sammelt Spenden

Dem Organisator droht nun eine Busse. Denn der Gesuchsteller für die Bewilligung einer Kundgebung trägt die Konsequenzen, wenn polizeiliche Auflagen verletzt werden.

Die Klimastreiker finanzieren sich durch Spenden, die bei den Veranstaltungen gesammelt werden. Nun hat das Kollektiv ein Spendenkonto eingerichtet - um die Kosten einer allfälligen Busse zu decken.

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