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Anzeige nach Reportage aus Asylzentrum

KREUZLINGEN. Die Vorwürfe wiegen schwer: Von Demütigungen und Schlägen, sogar von einem Folterraum für Asylsuchende schrieb Shams Ul-Haq in seiner Reportage über das Empfangs- und Verfahrenszentrum (EVZ) Kreuzlingen. Die «Sonntags-Zeitung» hatte diese im Januar publiziert.

KREUZLINGEN. Die Vorwürfe wiegen schwer: Von Demütigungen und Schlägen, sogar von einem Folterraum für Asylsuchende schrieb Shams Ul-Haq in seiner Reportage über das Empfangs- und Verfahrenszentrum (EVZ) Kreuzlingen. Die «Sonntags-Zeitung» hatte diese im Januar publiziert. Der Aufschrei war gross. Der Bund leitete daraufhin Untersuchungen ein, um den Vorwürfen auf den Grund zu gehen. Nun gerät der Journalist Haq selber ins Visier der Justiz.

Haq bleibt bei seinen Vorwürfen

Bei der Thurgauer Staatsanwaltschaft sind zwei Strafanzeigen gegen ihn eingegangen, wie Generalstaatsanwalt Hans-Ruedi Graf auf Anfrage bestätigt. Eingereicht wurden sie von zwei Privatpersonen. Haq wird vorgeworfen, gegen das Asylgesetz verstossen zu haben, weil er sich als Asylsuchender ausgegeben hat. Zudem wurde das Strafverfahren eröffnet wegen Verletzung der Privatsphäre, da er Ton- und Videoaufnahmen gemacht hat, ohne die betroffenen Personen zu informieren. Und schliesslich wurde er angezeigt, weil er sich Leistungen vom Staat erschlichen hat, die ihm nicht zustanden. Haq bleibt bei seiner Version. Er arbeite mit dem Staatssekretariat für Migration (SEM) zusammen, das die Gewaltvorwürfe einerseits selbst überprüft. Andererseits hat das SEM eine unabhängige Stelle mit den Untersuchungen betraut.

«Nachweislich falsch»

Der Thurgauer Regierungsrat veröffentliche gestern eine Antwort auf einen Vorstoss aus den Reihen der Grünen zur Reportage: «Mittlerweile konnte festgestellt werden, dass viele der Anschuldigungen nachweislich falsch sind, bloss auf Hörensagen beruhen oder das Vorgehen der geltenden gesetzlichen Regelung entspricht.» (mvl)

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