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ANSTECKUNGSGEFAHR: Grippe? So werden Sie gesund

Die Grippe wütet weiterhin in der Ostschweiz. Experten raten davon ab, trotz Grippeerkrankung zur Arbeit zu gehen – weder den Kollegen, noch dem eigenen Körper sei damit gedient.
Jonas Manser
Viel Schlaf und viel Flüssigkeit sind immer noch die besten Heilmittel gegen die Grippe. (Bild: Getty)

Viel Schlaf und viel Flüssigkeit sind immer noch die besten Heilmittel gegen die Grippe. (Bild: Getty)

Die Grippe hat einen doch noch erwischt. Jetzt stellt sich die Frage: Schmerzmittel schlucken und trotzdem zur Arbeit oder zu Hause bleiben? Eine Entscheidung, die nicht leichtfällt. Denn nicht immer kann eine einfache Erkältung sofort von der Grippe unterschieden werden. "Eigentlich sollte man bei einer Erkrankung aus zwei Gründen zu Hause bleiben. Um sich zu erholen und andere nicht anzustecken", sagt Danuta Reinholz, St.Galler Kantonsärztin. Denn eine Grippe kann bis zu zwei Wochen andauern und ist äusserst ansteckend.

Die Kantonsärztin unterteilt den Verlauf der Krankheit in zwei Phasen: Während der ersten Hälfte bahnt sich die Grippe an, die typischen Grippesymptome sind anfänglich weniger ausgeprägt. Erst in der zweiten Hälfte ist man merklich körperlich angeschlagen.

Grippe von der Erkältung unterscheiden

"An der Heftigkeit der Symptome kann man eine Grippe von einer normalen Erkältung unterscheiden", sagt Reinholz. Symptome wie Gliederschmerzen, Fieber oder Müdigkeit treten deutlich stärker auf. Ein weiteres Indiz ist anhaltendes Fieber. Doch ab wann sollte der Arbeitsplatz gemieden werden, wenn die Grippe anfänglich gar nicht als solche erkannt werden kann? "Die Abschätzung ist äusserst schwierig. Das Problem liegt darin, dass in der ersten Hälfte die Ansteckungsgefahr am höchsten ist. Deshalb wäre es auch besser, zu diesem Zeitpunkt bereits zu Hause zu sein", sagt Reinholz. Obwohl man noch arbeitsfähig ist, steckt man unwissentlich die Arbeitskolleginnen und Arbeitskollegen an. Das sogenannte Streurisiko ist gross.

Vor allem bei Grossraumbüros und Arbeiten mit bereits körperlich angeschlagenen Personen sollte nicht zu lange abgewartet werden. Dies sei selbstverständlich kein Freipass, um bei jeder kleinen Unstimmigkeit nicht bei der Arbeit zu erscheinen, so Reinholz. Jeder trage die Verantwortung für sich selber und für seinen Arbeitsplatz.

Einfache Heilmethode

Viel Schlaf, viel Flüssigkeit und bei Bedarf schmerzlindernde Medikamente: Viel mehr brauche es nicht, um eine Grippe auszukurieren. Reinholz rät jedoch stark davon ab, Medikamente wie zum Beispiel Neocitran als "Aufputschmittel" zu verwenden. Wird der Körper unnötig strapaziert, verzögert sich die Regenerierung. Ausserdem stecke man seine Kollegen an und könne trotzdem nicht die erhoffte Leistung erbringen. "Man darf sich helfen und ohne schlechtes Gewissen symptomlindernde Mittel zu sich nehmen." Ist trotzdem keine Besserung in Sicht, sollte man seinen Hausarzt aufsuchen, um sich auf mögliche Komplikationen untersuchen zu lassen, rät Reinholz.

Wenn es um die Prävention gehe, so sei "eine Grippe-Impfung die beste Präventionsmassnahme", sagt Claudia Meier-Uffer, Präsidentin des Apothekerverbandes St.Gallen und Appenzell. Abgesehen davon sei eine gute Handhygiene die wohl effektivste und einfachste Methode. "Bei der Grippe handelt es sich um eine Tröpfcheninfektion. Das Virus verbreitet sich über die Luft und kann auch bei tiefen Temperaturen überleben", erklärt sie. Des Weiteren könne man laut der Apothekerin, wenn möglich, grosse Ansammlungen von Menschen meiden oder Atemschutzmasken tragen. Eine Maske erachtet Meier-Uffer jedoch für ein wenig übertrieben. "Eine Grippe ist für gesunde Personen zwar sehr unangenehm, jedoch nicht tödlich. Man sollte nicht unnötig in Panik geraten."

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