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Anonyme Mails mit Bibelzitaten

In Bichelsee kam es diesen Frühling bei der Wahl eines neuen Pfarrers zu heftigen Diskussionen. Der Grund: Der Kandidat, ein in der Stadt St. Gallen praktizierender Pfarrer und Wunschkandidat der Findungskommission, ist homosexuell und lebt mit einem dunkelhäutigen Katholiken zusammen.

In Bichelsee kam es diesen Frühling bei der Wahl eines neuen Pfarrers zu heftigen Diskussionen. Der Grund: Der Kandidat, ein in der Stadt St. Gallen praktizierender Pfarrer und Wunschkandidat der Findungskommission, ist homosexuell und lebt mit einem dunkelhäutigen Katholiken zusammen. Damals, Ende Februar, kursierten anonyme E-Mails in der Hinterthurgauer Gemeinde. Absender war eine Gruppe, die sich «Evangelica Tannzapfen» nannte. Eines dieser E-Mails ging auch an den schwulen Pfarrer. Darin wurde Paulus' Römerbrief zitiert, wonach Männer, die mit Männern «Schande treiben», nach Gottes Recht den Tod verdient hätten. In den Augen des Synodalen Peter Kuster war das eine Morddrohung. In einer Interpellation forderte er den Kirchenrat dazu auf, Stellung zu beziehen. In seiner Antwort gab sich der Kirchenrat bedeckt. Er betonte, dass er an der Versammlung in Bichelsee nicht zugegen war. Es sei schwierig, Aussagen, die man nur vom Hörensagen kenne, einzuordnen. (mvl)

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