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Anmeldungen bis im Oktober und Andrang zur Eröffnung: Das St.Galler Geburtshaus stösst auf Anklang

Nach acht Jahren hat die Ostschweiz wieder ein Geburtshaus. Bei dessen Eröffnung am Wochenende zeigte sich: Das Interesse an alternativen Geburten ist gross.
Nina Rudnicki
Ab Anfang April wird hier geboren. Das Geburtshaus im Lindenpark St. Gallen steht bereit. (Bild: Urs Bucher)

Ab Anfang April wird hier geboren. Das Geburtshaus im Lindenpark St. Gallen steht bereit. (Bild: Urs Bucher)

Der Tag der offenen Tür im Geburtshaus St.Gallen hat erst vor einer Viertelstunde begonnen. Doch bereits kurz nach Zehn Uhr am Samstagvormittag drängen sich die Besucherinnen und Besucher durch die Räume. «Eigentlich wollte ich noch schnell ein Gipfeli essen. Aber wir werden gerade von Gästen überrollt», sagt Sabine Kurz, Hebamme und eine der Gründerinnen des Geburtshauses. Von allen Seiten werden sie und ihre Kolleginnen begrüsst. Es gibt zahlreiche Umarmungen und Glückwünsche. Zu den Gästen gehören laut Sabine Kurz viele Personen, die im Gesundheitswesen arbeiten wie etwa Hebammen und Pflegefachmitarbeitende vom Kantonsspital. Auch viele Familien sind gekommen sowie Schwangere, die sich bereits für die Geburt im Geburtshaus angemeldet haben.

(Bild: Urs Bucher)(Bild: Urs Bucher)
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Das Geburtshaus im Lindenpark St. Gallen eröffnet am 1. April 2019 © Urs Bucher/TAGBLATTDas Geburtshaus im Lindenpark St. Gallen eröffnet am 1. April 2019 © Urs Bucher/TAGBLATT
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Das Geburtshaus im Lindenpark St.Gallen ist eröffnet

Nur wenige Minuten vom Kantonsspital entfernt

Die Räume des Geburtshauses sind lichtdurchflutet, die Wände farbig gestrichen. Im Eingangsbereich gibt es eine Teeküche, ein Sofa und eine Theke mit Infoflyern. Dort werden die Schwangeren empfangen, wenn sie etwa zur Kontrolle ins Geburtshaus kommen. Das Untersuchungszimmer befindet sich im Erdgeschoss, genau wie das Hebammenbüro, der Kursraum und die beiden Gebärzimmer. Sie sind mit einer Badewanne, einem Bett und Haltetüchern, die von der Decke hängen, ausgestattet. Beide Zimmer haben ein eigenes Badezimmer. Es gibt eine Kommode mit Wickeltisch, einer Wärmlampe und Sauerstoffbehältern. Sabine Kurz sagt:

«Falls es dem Kind nach der Geburt nicht gut gehen sollte, können wir es mit dem Sauerstoff versorgen, bis wir Unterstützung aus dem Kantonsspital bekommen.»

Das Geburtshaus befindet sich im Lindenpark an der Lindenstrasse und damit nur wenige Minuten vom Kantonsspital entfernt. «Dorthin würden die Frauen auch verlegt, sollte es während der Geburt zu Komplikationen kommen. Nach der Geburt können Mutter und Kind während des Wochenbetts eines der fünf Familienzimmer im Obergeschoss beziehen. Auch diese Zimmer sind in verschiedenen Farben gestaltet. In jedem Raum gibt es ein grosses Bett, ein Beistellbettchen für das Neugeborene und eine Wickelkommode. Die Badezimmer werden geteilt. Zudem bietet ein gemütlicher Aufenthaltsraum mit Sofas, einem Esstisch und einer Küche die Möglichkeit, sich mit anderen Eltern auszutauschen.

Voranmeldungen bis im Oktober

Voraussichtlich elf Frauen werden ihr Kind im April im Geburtshaus zur Welt bringen. «Anmeldungen haben wir aber bereits bis in den Oktober hinein», sagt Sabine Kurz. Die Nachfrage sei gross, eine Warteliste gebe es aber noch nicht. Das Team des Geburtshauses St.Gallen besteht aus elf Hebammen und zwei Mitarbeiterinnen im Bereich Marketing und Administration. Für den Erfolg des Geburtshauses ausschlaggebend war auch der Entscheid der St.Galler Regierung, das Geburtshaus auf in die Spitalliste aufzunehmen. Dadurch entstehen für Frauen, die im Geburtshaus statt im Spital gebären, keine Mehrkosten. Das Geburtshaus in St.Gallen ist das einzige Geburtshaus in der Ostschweiz seit im Jahr 2011 das Geburtshaus Artemis in Steinach aus betriebswirtschaftlichen Gründen schliessen musste.

Mittlerweile hat der Andrang am Tag der Offenen Tür noch etwas zugenommen. Sabine Kunz wird von den Besucherinnen und Besucher in Beschlag genommen. Draussen vor dem Neubau packen Musiker ihre Instrumente aus. Strahlende Schwangere unterhalten sich. Es scheint, als ob sie die Geburt kaum erwarten könnten.

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