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ANKLAGE: Vater unter Verdacht

Eine junge Frau wurde 2016 leblos in einer Wohnung aufgefunden. Jetzt muss sich der Vater vor Gericht verantworten.

Heute findet vor dem Bezirksgericht Frauenfeld der Prozess im Tötungsfall Wagenhausen statt. Am Berchtoldstag 2016 fanden Rettungskräfte eine leblose Frau in einer Wohnung in Wagenhausen. Die Obduktion ergab, dass die junge Frau aus Deutschland an den Folgen von stumpfer Gewalt verstorben ist. Nun muss sich ihr Vater als mutmasslicher Täter der Anklage betreffend eventualvorsätzlicher Tötung, Schändung und Störung des Totenfriedens stellen.

Die junge Frau und ihr Vater verbrachten den Jahreswechsel bei einem gemeinsamen Freund in dessen Wohnung. Vorübergehend kamen der gemeinsame Freund und der Vater in Untersuchungshaft. Der Vater sitzt seit Mai 2016 im vorzeitigen Strafvollzug. Der Freund kam mangels Verdachtsmomente wieder frei, sah sich aber seitens der Staatsanwaltschaft dem Vorwurf der unterlassenen Nothilfe ausgesetzt. Davon sprach ihn das Bezirksgericht Frauenfeld frei.

Der Freund habe sich zur mutmasslichen Tatzeit nicht in der Wohnung aufgehalten. Auch ein Notruf seinerseits hätte das Leben der jungen Frau nicht mehr retten können. (hil)

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