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Anklage erhoben wegen Missbrauch von Neunjährigem

Breisgau Im Fall des jahrelang sexuell missbrauchten Buben aus dem süddeutschen Staufen ist neben einem 49-jährigen Deutschen auch Anklage gegen einen 37-jährigen St. Galler erhoben worden. Über die Zulassung der Anklagen und die Eröffnung der Hauptverfahren entscheide das Landgericht Freiburg, teilte die Staatsanwaltschaft Freiburg gestern mit. In dem Fall sitzen acht Verdächtige in Untersuchungshaft, darunter die 47 Jahre alte Mutter des Jungen und ihr Freund. Dem Paar wird vorgeworfen, den heute Neunjährigen seit 2015 für Sex im Internet angeboten zu haben. Gegen zwei der Verdächtigen war bereits zuvor Anklage erhoben worden.

Der 37 Jahre alte St. Galler soll sich unter anderem wegen schwerer Vergewaltigung und schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern sowie gefährlicher Körperverletzung verantworten. Den Ermittlungen zufolge sei der Beschuldigte zu den Taten zwischen Spätherbst 2016 und Januar 2017 dreimal in den Breisgau in Süddeutschland gefahren. Das Kind ist inzwischen in staatlicher Obhut. Auch dem 49-jährigen Deutschen werden besonders schwere Vergewaltigung und besonders schwere Zwangsprostitution vorgeworfen. Die vorgeworfenen Taten seien teilweise als Video an Dritte weitergegeben worden. (sda/dpa)

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