«Angst, dass weitere Lifte sterben»

Der Appenzeller Dölf Alpiger kennt sich in der Skiregion Ostschweiz aus. Bis 2003 trainierte er Talente des Ostschweizer Skiverbandes und fährt oft selber in der Ostschweiz Ski.

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Der Appenzeller Dölf Alpiger kennt sich in der Skiregion Ostschweiz aus. Bis 2003 trainierte er Talente des Ostschweizer Skiverbandes und fährt oft selber in der Ostschweiz Ski.

Nebst den grossen Skigebieten gibt es in der Ostschweiz etliche kleinere Skilifte. Wie wichtig sind Sie?

Sehr wichtig. Wenn Kinder nicht vor der Haustüre Ski fahren können, werden sie es womöglich nie richtig lernen. Mit 30 Jahren noch anfangen Ski zu fahren, ist sehr schwierig.

Dann fahren dort vor allem Kinder?

Ja. Einige fangen etwas früher an, andere etwas später. Sobald Kinder sicher laufen können, sind sie fürs Skifahren bereit.

Was sind die grossen Vorteile der kleinen Skilifte?

Sie sind schnell zu erreichen, familiär und überschaubar. Wenn Grosseltern, die selber nicht Ski fahren, ihre Enkel begleiten möchten, haben sie diese immer im Blickfeld. Werden sie älter, gehen sie alleine mit Freunden. Zudem sind die Billette bezahlbar.

Sind diese Skilifte selbsttragend?

Oftmals werden sie von Gemeinden, Privaten oder Genossenschaften mitfinanziert und so vor dem Aussterben bewahrt.

Haben Sie Angst, dass weitere Ostschweizer Skilifte sterben?

Ja. Die Situation entwickelt sich leider in die Richtung, dass sich der Betrieb für viele nicht mehr rechnet. Der Unterhalt der Anlagen, das Personal, die Pistengeräte – das kostet. Darum ist eine gewisse Anzahl Betriebstage notwendig, um den Betrieb aufrechtzuerhalten.

Gibt es auch positive Beispiele?

Ja. Auf der Ebenalp wurde erst kürzlich in neue Schneekanonen und Beleuchtungen investiert. (sko)

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