Anfänge der Pop-Festivals

Die Schweiz war vorne dran: 1968, also ein Jahr vor Woodstock, fand in Zürich das «Beat Monster Konzert» statt. Am 30./31. Mai spielten im Hallenstadion Jimi Hendrix, Traffic, John Mayall, Animals u. a. – eines der ersten Rockfestivals auf dem europäischen Kontinent.

Drucken
Anstelle der Stars spielten unbekannte Bands – im strömenden Regen.

Anstelle der Stars spielten unbekannte Bands – im strömenden Regen.

Die Schweiz war vorne dran: 1968, also ein Jahr vor Woodstock, fand in Zürich das «Beat Monster Konzert» statt. Am 30./31. Mai spielten im Hallenstadion Jimi Hendrix, Traffic, John Mayall, Animals u. a. – eines der ersten Rockfestivals auf dem europäischen Kontinent. 15 000 Leute strömten herbei, der junge Organisator fuhr im Bentley vor. Weniger schön: Am zweiten Tag kam es zwischen Popfans und der Polizei zum «Monster-Krach».

In der BRD machten im September 1968 die Essener Songtage den Auftakt (mit Zappa, Fugs), 1969 gefolgt vom ersten kommerziellen Rockfestival: dem Essener Pop- und Bluesfestival mit Pink Floyd, Fleetwood Mac, Deep Purple. Dann ging es ins Freie, als 1970 eine Festivalwelle Deutschland erfasste; der Woodstock-Film, der damals in vielen Kinos lief, steigerte das Fieber noch.

Das Bodensee-Open-Air gehört in die Reihe der Pioniere. Zum Vergleich: Das OpenAir St. Gallen fand erst 1977 zum ersten Mal statt. Nach dem Desaster dauerte es 15 Jahre, bis in Konstanz jemand erneut ein Festival wagte. «Rock am See», 1985 ins Leben gerufen, hat sich bis heute gehalten. Diesjährige Stars am 28. August: Die Toten Hosen. (wag)

Blick auf die Bühne – nicht viel mehr als ein Holzverschlag.

Blick auf die Bühne – nicht viel mehr als ein Holzverschlag.