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ANALYSE: Skelettfund enträtselt

Bauarbeiter fanden im August in Jonschwil menschliche Knochen. Archäologen haben ihr Geheimnis nun gelüftet.
Die gefundenen Knochen des Kinderskeletts (grün markiert)

Die gefundenen Knochen des Kinderskeletts (grün markiert)

Die Aufregung war gross, als Bauarbeiter in Jonschwil beim Erstellen einer Stützmauer im August auf menschliche Knochen stiessen. Spezialisten der Kantonspolizei St. Gallen merkten aber schnell, dass die Bauarbeiter kein zeitgenössisches Gewaltverbrechen aufgedeckt hatten – sie schätzten den Knochenfund auf ein Alter von tausend Jahren.

Die gefundenen Skelette wurden daraufhin ein Fall für die Archäologen. Laut Martin Schindler, Leiter Archäologie Kanton St. Gallen, handelt es sich bei dem Fund um Knochen eines 45- bis 60-jährigen Mannes sowie eines Kindes zwischen 7 und 10 Jahren. Ein Befund aus dem Labor für Ionenphysik an der ETH Zürich zeigte: Beide Menschen hatten im Zeitraum zwischen den Jahren 689 und 893 gelebt. Der Mann hatte an Arthrose, Osteoporose und an Karies gelitten. Das Kind ist möglicherweise an einer Hirnhautentzündung gestorben. Ob die beiden gleichzeitig gelebt oder in einem Verwandtschaftsgrad zueinander gestanden haben, ist laut Schindler unklar. Der Mann und das Kind seien jedoch getrennt begraben gewesen. Im Fürstenland, wo meist Einzelhöfe bewirtschaftet wurden, sei dies oft auf eigenem Boden geschehen. «Zentrale Friedhöfe bei Kirchen waren erst etwa ab dem Jahr 1000 üblich», sagt Schindler. Die gefundenen Knochen werden nun in einem zentralen Lager mehrerer Kantone archiviert. (red)

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