An 72-Stunden-Aktion mit Flüchtlingen Spiele gebastelt

KREUZLINGEN. Gestern abend ist die gesamtschweizerische 72-Stunden-Aktion auch in der Ostschweiz zu Ende gegangen (Ausgabe vom Samstag). Die Organisatoren ziehen eine äusserst positive Bilanz.

Katharina Brenner
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KREUZLINGEN. Gestern abend ist die gesamtschweizerische 72-Stunden-Aktion auch in der Ostschweiz zu Ende gegangen (Ausgabe vom Samstag). Die Organisatoren ziehen eine äusserst positive Bilanz. In vielen Gemeinden ist etwas Neues entstanden, wie das besondere Beispiel Kreuzlingen zeigt: Dort bastelten Jugendliche gemeinsam mit Bewohnern des Durchgangsheims Brettspiele.

Das Projekt im christlichen Jugendhaus Boje in Kreuzlingen: 13 Schweizer Jugendliche gestalten zusammen mit 14 Jugendlichen aus dem Durchgangsheim XXL-Outdoorbrettspiele für die Bewohner des Heims.

Mti und Kalaha

Die Spiele werden aus Holz, Styropor und alten LKW-Planen hergestellt. Zwei der fünf Spiele, Mti, eine Variante von Mühle, und Kalaha, seien sehr bekannt im afrikanischen Raum, sagt Alexandra Engster vom Offenen Jugendhaus Kreuzlingen. Sie ist eine der Verantwortlichen des Projekts. Am Freitagmittag hatten alle Jugendlichen gemeinsam das Empfangszentrum besucht. «Das war für viele Schweizer eine eindrückliche Erfahrung», sagt Engster.

«Wir haben auf Englisch und Französisch und mit Händen und Füssen gesprochen. Das hat sehr gut geklappt» sagt Zahai Beza Phebeisen. Die 15-Jährige aus Kreuzlingen wollte unbedingt in einem Projekt mit Asylsuchenden arbeiten während der 72-Stunden-Aktion. Und sie hat eine neue Freundin gefunden: eine 17jährige Eritreerin.

Feuerstelle in Romanshorn

18 Jugendliche aus dem Kreuzlinger Durchgangsheim konnten gestern zum ersten Mal die fünf neuen XXL-Outdoorbrettspiele testen. Und nicht nur die Kreuzlinger freuen sich über das, was in den drei Tagen entstanden ist. In Romanshorn ist beispielsweise eine neue Feuerstelle entstanden, die am Sonntag mit einem Grillfest eingeweiht wurde. «Es war überall eine super Stimmung, und wir sind begeistert, wie grosszügig die Spenden waren», sagt Evi Murath. Sie hat die Aktion im Thurgau organisiert. Die Hilferufe hätten sehr gut funktioniert.