Am Freitagabend beenden Gewitter die Hitzewelle in der Ostschweiz

Heute Freitag ist vorläufig der letzte Tag mit Temperaturen deutlich über 30 Grad. Ab etwa 19 Uhr ziehen in der Ostschweiz Gewitter auf, die punktuell auch heftig ausfallen können. Es folgt ein nasses Wochenende und eine Woche mit deutlich tieferen Temperaturen.

Christa Kamm-Sager
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Vor allem am Sonntag wird es anhaltend regnen in der Ostschweiz. (Archivbild: Ralph Ribi)

Vor allem am Sonntag wird es anhaltend regnen in der Ostschweiz. (Archivbild: Ralph Ribi)

Am Freitag nochmals Temperaturen bis zu 34 Grad in der Ostschweiz, am Abend und in der Nacht Gewitter, morgen Samstag wird es rund 10 Grad kühler und am Sonntag nasses Wetter bei noch rund 20 Grad: So lassen sich laut Meteorologe Bernd Konantz die kommenden 48 Stunden zusammenfassen.

Die Gewitterzellen überziehen das Gebiet zwischen Bodensee und Säntis am Freitagabend ab 19 bis 20 Uhr und die darauffolgenden Stunden. «Punktuell können die Gewitter heftig ausfallen mit Hagel und bis 40 Liter Niederschlag», so der Meteorologe von MeteoSchweiz. Weil die Höhenwinde eher schwach sind, können örtlich diese grossen Regenmengen anfallen. Ein flächiger Niederschlag sei dabei aber nicht zu erwarten.

Zehn Grad kühler und ein regnerischer Sonntag

Auch wenn es schwierig sei, abzuschätzen, welche Gebiete in der Ostschweiz von den Gewittern betroffen sein werden, gilt doch für die gesamte Ostschweiz: Am Samstag wird es überall rund zehn Grad kühler sein. Dabei zeigt sich der Samstag noch von einer angenehmen Seite mit einem Gemisch aus Sonne, Wolken, Regenschauern und Gewittern.

Der Sonntag wird hingegen ein richtiger Stubentag: Dann wird es fast überall in der Ostschweiz mit rund 20 Grad kühl und es regnet gegen die Voralpen hin teils anhaltend. Zu erwarten seien Regenmengen von 10 bis 15 Litern, in den Alpen rund doppelt so viel. «Die Feuchtigkeit wird von der Nordströmung an den Alpennordhang gedrückt und dort ausgequetscht», sagt der Meteorologe. Es folgen Tage mit angenehmen Sommertemperaturen um die 25 Grad und immer wieder möglichen Gewittern gegen Abend.

«Zwei bis drei Tage anhaltender Regen wären gut»

Reichen diese Regenmengen, um der Trockenheit ein Ende zu setzen? «Die gesamte Alpennordseite ist sehr trocken. Es müsste etwa zwei bis drei Tage andauernd regnen, damit die Böden wieder mit Feuchtigkeit gesättigt wären», so Konantz. Die jetzt erwarteten Regenmengen reichten dazu nicht aus.

Im Thurgau sei im Juli bis jetzt nur etwa knapp die Hälfte der Normniederschläge gefallen, im Kanton St.Gallen war es nur etwa ein Drittel. Obwohl der Monat Juli noch nicht ganz zu Ende sei, lasse sich schon jetzt abschätzen, dass er wohl deutlich zu warm ausfallen werde gegenüber der Norm.

Wieder längere Nächte

Im Moment sehe es zwar nicht danach aus, dass in nächster Zeit nochmals eine Hitzewelle mit Temperaturen markant über 30 Grad auf die Schweiz zukomme, doch bis Ende August sei dies durchaus möglich. Allerdings spüre man schon jetzt, dass die Nächte wieder länger würden, es schon deutlich früher eindunkle. Das heisse gleichzeitig auch, dass weniger Sonnenscheinstunden zur Verfügung stünden, um die Luft aufzuheizen.