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Alt-Regierungsrätin Kathrin Hilber soll an der HSG die Whistleblower schützen und Missstände aufdecken

Seit heute Montag gibt es an der Universität St.Gallen eine unabhängige «Meldestelle für Missstände». Whistleblower sollen damit die Möglichkeit haben, mögliche rechtswidrige Handlungen oder unlauteres Verhalten zu melden.
Tim Naef
Die ehemalige St.Galler SP-Regierungsrätin und Mediatorin Kathrin Hilber leitet die 2012 eingerichtete Meldestelle für Missstände in der St.Galler Verwaltung und neu auch die Meldestelle der HSG. (Bild: Ralph Ribi)

Die ehemalige St.Galler SP-Regierungsrätin und Mediatorin Kathrin Hilber leitet die 2012 eingerichtete Meldestelle für Missstände in der St.Galler Verwaltung und neu auch die Meldestelle der HSG. (Bild: Ralph Ribi)

«Seit heute, dem 26. August 2019, ist die unabhängige Meldestelle für Missstände (Whistleblowing) bei Verdacht auf rechtswidrige Handlungen oder unlauteres Verhalten operativ», schreibt die Universität St.Gallen in einer Medienmitteilung. Betreut wird die neue Meldestelle von der ehemaligen St.Galler Regierungsrätin Kathrin Hilber.

«Mitarbeitende der HSG sowie ihrer Institute und Forschungsstellen, Studierende und externe Partner können diese nutzen, um Meldungen über vermutete oder tatsächliche Verstösse zu erstatten», heisst es im Communiqué. Hinweise könnten per E-Mail, per Brief oder in einem persönlichen Gespräch abgegeben werden.

Zusätzlich stehe ein elektronisches Meldesystem zur Verfügung. Hier bestehe die Möglichkeit zu einem anonymen, geschützten Dialog über einen HSG-externen Server.

Ausgebildete Mediatorin übernimmt

Die «Meldestelle für Missstände» wird von der ehemaligen Regierungsrätin Kathrin Hilber betreut. Seit 2012 leitet die ausgebildete Mediatorin die Meldestelle für Missstände in der Verwaltung des Kantons St.Gallen.

Seit 2013 ist sie zudem die Ombudsfrau für Glarus, seit 2017 auch für das Bistum St.Gallen. Ihr Stellvertreter ist Matthias Weishaupt. Der ausgebildete Mediator war von 2006 bis 2019 Regierungsrat von Appenzell Ausserrhoden. Von 2015 bis 2017 war er zudem Landammann. Die HSG betont in der Mitteilung, dass beide Personen von der Universität St.Gallen unabhängig sind.

Richtlinien für Nebenbeschäftigungen und zentrales Online-Register

Nebst der Meldestelle hat der Universitätsrat die Richtlinien für Nebenbeschäftigungen von Dozierenden Ende Juni 2019 verabschiedet. Diese würden auf den 1. November 2019 in Kraft treten.

Die Neuerungen im Detail:

  • Dozierende mit einer 100-Prozent-Anstellung werden - wie bisher - nicht mehr als einen Tag pro Woche einer Nebenbeschäftigung (entgeltlich oder unentgeltlich) nachgehen können.
  • Neu wird durch den Universitätsrat eine Kommission für Nebenbeschäftigungen eingesetzt. Die Kommission besteht aus einem Mitglied des Rektorats, des Senats, des Mittelbaus und einem externen Mitglied.
  • Nebenbeschäftigungen von Bedeutung (ab einem halben Tag pro Woche), Organfunktionen und Tätigkeiten mit grosser Öffentlichkeitswirksamkeit sind von der Kommission zu bewilligen.
  • Die Übernahme von Präsidien von Verwaltungsräten und vergleichbaren Gremien sowie Organfunktionen von Rektoratsmitgliedern sind auf Antrag der Kommission vor der Wahl in das Gremium oder in das Organ vom Universitätsrat zu bewilligen.
  • Neu gilt eine jährliche (statt wie bis anhin dreijährliche) individuelle Berichtspflicht an die Kommission (bisher an den Rektor). Die Kommission nimmt die jährlichen Berichte entgegen und überprüft die einzelnen Nebenbeschäftigungen.
  • Nebenbeschäftigung können untersagt und dabei auch früher ausgesprochene Bewilligungen widerrufen werden.

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