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Alles weiss macht der Mai: Fast 20 Zentimeter Neuschnee in St.Gallen

Das erste Maiwochenende hatte es in der Ostschweiz in sich: Flocken vor dem Fenster, schneebedeckte Strassen, herabstürzende Äste. Nach dem Schnee kommt nun zu Wochenbeginn der Frost.
Rossella Blattmann
Fast 20 Zentimeter Neuschnee fielen in der Stadt St.Gallen. So viel, wie noch nie im Monat Mai. (Bild: Michel Canonica)

Fast 20 Zentimeter Neuschnee fielen in der Stadt St.Gallen. So viel, wie noch nie im Monat Mai. (Bild: Michel Canonica)

Hinaus mit dem Schlitten? Oder ab aufs Sofa? Das nasse und kalte Schneewetter bestimmte am Wochenende die Freizeitplanung der Ostschweizerinnen und Ostschweizern. Die Schneefälle setzten am Samstagabend ein. Bis Sonntagmorgen fielen etwa in der Stadt St.Gallen 19 Zentimeter Neuschnee. So viel Schnee gab es im Mai in der Gallusstadt noch nie.

Der bisherige Mairekord lag bei zwölf Zentimetern am 7. Mai 1957. In den Bergen freilich fiel stellenweise 30 Zentimeter Neuschnee; die Lawinengefahr stieg stellenweise auf erheblich.

Rutschpartien auf der Strasse

Überrascht vom Schnee wurden am Sonntagmorgen auch die Autofahrer. Längst nicht alle waren auf die weisse Pracht eingestellt. So kam es im Kanton St.Gallen und im Appenzellerland zu mehreren Unfällen. So verlor in Bernhardzell am frühen Morgen ein 43-jähriger Autofahrer auf der schneebedeckten Strasse die Kontrolle über sein Fahrzeug und rutschte eine Böschung hinunter. Das Auto überschlug sich dabei mehrmals und schliesslich auf den Rädern in einem Bachbett zum Stillstand. Der 43-Jährige wurde dabei verletzt und musste ins Spital verbracht werden.

Im Kanton Appenzell Ausserrhoden kam es wegen schneebedeckter Strassen in Heiden, Walzenhausen und Teufen zu mehreren Unfällen. Verletzte gab es keine, doch entstand erheblicher Sachschaden. Da der Schnee gebietsweise sehr nass war, wurde von Waldspaziergängen abgeraten. Bei der Stadtpolizei St.Gallen gingen mehrere Meldungen wegen abgebrochener Äste und umgestürzter Bäume ein. Ein parkiertes Auto wurde laut Mitteilung durch einen umgeknickten Baum beschädigt.

Kritisch für Erdbeeren und Reben

Gegen Abend beruhigte sich die Situation in der ganzen Ostschweiz. Da und dort war die weisse Pracht unter den wenigen Sonnenstrahlen bereits wieder weggeschmolzen. In den nächsten Tagen steigen die Temperaturen tagsüber an – das Schneeintermezzo dürfte daher von kurzer Dauer gewesen sein.

Doch Vorsicht: Am Montag- und Dienstagmorgen droht gemäss Meteonews Frost. Besonders gefährdet sind blühende Erdbeerfelder, die ohne Frostschutz kaum Früchte tragen dürften. Kritisch werde es auch für frostgefährdete Rebberge. Bei den Obstbäumen sei die Blüte zwar vorbei, die kleinen Früchte könnten aber auch Schäden davontragen. Ralph Gilg, Präsident des Thurgauer Obstverbandes, sagt denn auch: «Das Steinobst befindet sich zurzeit in einem kritischen Stadium, in welchem es für Frostschäden anfällig ist.»

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