Alla Pavese

Fast alles hat der französische König 1525 bei der Schlacht von Pavia verloren. Den Hunger jedoch nicht. Also ging er zu einem Hof, wo eine Bäuerin gerade eine Brühe kochte.

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Fast alles hat der französische König 1525 bei der Schlacht von Pavia verloren. Den Hunger jedoch nicht. Also ging er zu einem Hof, wo eine Bäuerin gerade eine Brühe kochte. Auf Wunsch des Königs legte sie vor dem Eingiessen eine Scheibe Brot in den Teller – und weil sie das selbst für einen gefallenen König etwas dürftig fand, schlug sie noch zwei Eier dazu. Das Verlierermahl ist heute als Zuppa alla Pavese ein Klassiker. Die Geschichte hat auch eine süsse Seite. Pavesen oder Pafesen heissen in Bayern und Österreich Brotscheiben, die in Milch und Eiern eingeweicht und gebraten werden. Varianten mit klingenden Namen gibt es in aller Welt: Was den Franzosen Pain perdu, den Portugiesen Rabanadas, den Spaniern Torrijas, den Amerikanern French Toast und den Deutschen ein Armer Ritter, das sind den Schweizern Fotzelschnitten. (Hn.)

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