Alkoholexzess an Sek-Abschlussfeier: Schulpräsidentin äussert ihr Bedauern – Staatsanwaltschaft ermittelt

Die Schulpräsidentin von Walenstadt steht in der Kritik. Sie soll hochprozentige Getränke für Sekundarschüler organisiert haben, die ihren Abschluss feierten. Nun wird das Saufgelage zum Fall für die St.Galler Staatsanwaltschaft, während die Schulpräsidentin das Vorgefallene bedauert.

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Hochprozentiges für Sekschüler: Dieser Verdacht steht in Walenstadt im Raum.

Hochprozentiges für Sekschüler: Dieser Verdacht steht in Walenstadt im Raum.

Bild: Keystone

(red.) Feuchtfröhlich und mit jeder Menge Alkohol feierten 21 Sekundarschüler aus Walenstadt am vergangenen Freitag ihren Abschluss, wie der «Blick» berichtet. Die Party, die in Flumserberg über die Bühne ging, sei komplett ausgeartet und zu einem Saufgelage geworden. Die Jugendlichen hätten Tequila, Wodka, Jägermeister und Alkopops konsumiert. Beschafft hatte die Getränke laut dem Bericht die Schulpräsidentin.

«Es war ein absolutes Besäufnis»

Im Artikel nimmt ein empörter Vater Stellung zum Geschehen:

«Manche Jugendliche waren wie weggetreten, andere haben gekotzt. Es war ein absolutes Besäufnis.»

Wie der «Blick» weiter berichtet, finanzierten die Eltern den Alkoholexzess ihrer Sprösslinge sogar noch selber: Für die Feier und die Übernachtung seien 63 Franken pro Kind veranschlagt worden. Miete und Frühstück hätten allerdings nur 700 Franken gekostet – vom Rest wurden die Schnapsflaschen gekauft. Wobei die Schulratspräsidentin sogar noch etwas draufgelegt habe, weil das Geld ihren Angaben zufolge nicht ganz gereicht habe, wie der Vater weiter berichtet.

Derweil will die Staatsanwaltschaft St.Gallen nun aktiv werden. Laut Angaben des «Blick» wird sie von Amtes wegen ermitteln und vorerst die Details zur Party abklären. Zu prüfen sei der Tatbestand des Verabreichens gesundheitsgefährdender Stoffe an Kinder. Die Schulpräsidentin ihrerseits meldete sich am Donnerstag zu Wort. Gegenüber «20 Minuten» teilte Pascale Dürr mit, sie habe im Hinblick auf die Geburtstagsfeier eines Freundes Alkohol gekauft. «In diesem Zusammenhang wurde ich von meiner Tochter und einigen ihrer Mitschüler gebeten, ihnen einige Flaschen zu überlassen. Es trifft zu, dass ich ihnen dies nicht untersagt habe, was ich im Nachhinein sehr bedauere.»

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