ALARMÜBUNG: Ausserrhoder Rettungskräfte üben den Ernstfall

Am Samstag hat der Ausserrhoder Bevölkerungsschutz eine Grossübung durchgeführt. Das Szenario: Ein Unfall an einem Bahnübergang der Appenzeller Bahnen. An der Übung waren über 300 Personen beteiligt.

Merken
Drucken
Teilen
Durch den Zusammenstoss mit einem Auto entgleist ein Bahnwagen. Zum Glück nur als Übung. (Bild: Lukas Pfiffner)

Durch den Zusammenstoss mit einem Auto entgleist ein Bahnwagen. Zum Glück nur als Übung. (Bild: Lukas Pfiffner)

In der Übungsanlage hat der ­Ausserrhoder Bevölkerungsschutz gestern Samstag keine Mühen: Mit einem speziell präparierten Bahnwagen sowie mehreren Autowracks wird ein folgenschwerer Unfall an einem Bahnübergang an der Industriestrasse in Herisau simuliert. Beim Herannahen des Zuges bleiben zwei Personenwagen zwischen den Schranken stecken und werden von einem Zug der Appenzeller Bahnen erfasst. So lautet gemäss Medienmitteilung des Kantons Appenzell Ausserrhoden das Übungsszenario. Eines der beiden Autos fängt Feuer, ein voll- besetzter Bahnwagen entgleist durch die Wucht des Aufpralls und stürzt um. Zudem wird ein Dieselöltank auf einem Lieferwagen aufgeschlitzt. Treibstoff läuft in grösseren Mengen aus. In der Übungsanlage rechnet der Bevölkerungsschutz mit 50 teilweise schwerverletzten Personen.

Bei einem Grossereignis sind alle Kräfte gefragt

Der Bahnbetrieb auf der Strecke zwischen Herisau und Waldstatt wurde gestern wie im Ernstfall unterbrochen, die Industriestrasse war bis am frühen Nachmittag gesperrt. «Bei einem Unfall dieses Ausmasses handelt es sich um ein Grossereignis, bei dem die vereinten Kräfte gefragt sind», schreibt der Kanton Appenzell Ausserrhoden in der Mitteilung. Koordiniert wurde der Einsatz am Schadenplatz von einem Team der Kantonspolizei.

Die Feuerwehr und der Rettungsdienst sind mit einem Grossaufgebot angerückt. Zur Verstärkung wurde ausserdem die mobile Sanitätshilfsstelle des Sicherheitsverbundes Wil angefordert, und die Appenzeller Bahnen setzten einen Krisenstab ein. Weil gemäss Szenario mehrere verletzte Personen unter Schock standen, kam auch das Care-Team beider Appenzell zum Einsatz. Der Gemeindeführungsstab von Herisau agierte im Hintergrund zur Unterstützung der Einsatzkräfte.

Eine so gross angelegte Übung – über 300 Personen waren involviert – führt der Kanton Appenzell Ausserrhoden alle zwei Jahre durch. Zudem trainieren alle involvierten Einsatzkräfte jährlich in zwei Volltruppenübungen. (red)