Aktivisten in Asylheim angegriffen

BREGENZ. Am Ostermontag haben im vorarlbergischen Alberschwende fünf Männer im Alter von 19 bis 29 Jahren versucht, in ein Asylheim einzudringen.

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BREGENZ. Am Ostermontag haben im vorarlbergischen Alberschwende fünf Männer im Alter von 19 bis 29 Jahren versucht, in ein Asylheim einzudringen. Nachdem sie im Raum Bregenzerwald verschiedene Veranstaltungen besucht hatten, trafen sie sich gegen 2 Uhr in Alberschwende und rissen mehrere Plakate der Aktion «Wir sind Asyl» mit gleichlautender Aufschrift von den Wänden. Dabei wurden sie von zwei Unterstützern der Aktion beobachtet und zur Rede gestellt. Es kam zu einer verbalen Auseinandersetzung und Drohungen. Zwei Zeugen konnten tätliche Übergriffe verhindern. Danach verliessen die Tatverdächtigen den Ort, kamen aber gegen 5 Uhr wieder nach Alberschwende zurück.

Kein rechter Hintergrund

Die zwei Hauptverdächtigen versuchten dann, ins Asylheim einzudringen. Ziel waren nicht die Asylsuchenden, sondern die Männer, mit denen es drei Stunden zuvor Streit gegeben hatte. Einer von ihnen wurde dabei leicht verletzt. Laut Bezirkspolizeikommandant Herbert Rosinger sind die Täter nicht der rechten Szene zuzuordnen: «Sie haben im Alkoholdusel gehandelt und wollten keine Personen verletzen, schon gar nicht Ausländer.» Ebenfalls habe die Polizei keine Kenntnis von rechten Parolen, welche die Verdächtigen laut Zeugenberichten auf orf.at skandiert haben sollen. Die fünf Männer werden bei der Staatsanwaltschaft Feldkirch wegen Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch, Körperverletzung und gefährlicher Drohung angezeigt. (chf)

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