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Drastischer Rückgang der Erkrankungen durch Zecken im Kanton St.Gallen

Im Vergleich zur derselben Zeitperiode im Jahr 2018 sind die Erkrankungen durch Zecken in diesem Jahr um 50 Prozent zurückgegangen. Zum Rückgang beigetragen haben dürfte eine Impfkampagne.
Denise Alig
Klein, aber gefährlich: eine Zecke im Grün.Bild: Getty

Klein, aber gefährlich: eine Zecke im Grün.Bild: Getty

Seit Jahresbeginn haben sich in der Schweiz 146 Personen mit dem Zeckenenzephalitis-Virus (FSME) angesteckt. Diese Zahl nannte Adrien Kay, Mediensprecher des Bundesamtes für Gesundheit (BAG), am Freitag gegenüber dem «Sarganserländer». «Im gleichen Zeitraum 2018 waren es 232 und im Jahr 2017 128 Fälle.»

Worauf führt das BAG den markanten Rückgang der Fallzahlen gegenüber dem Vorjahr zurück? «Gründe dazu gibt es viele», erklärte Kay. «Einen wichtigen Einfluss hat sicher das Wetter, aber es haben sich auch viel mehr Leute impfen lassen.» Auch im Kanton St.Gallen ist die Zahl der Erkrankungen durch Zecken drastisch gesunken. So verzeichnete das Kantonsarztamt in diesem Jahr bis gestern elf Fälle. 2018 waren es in der gleichen Zeitperiode noch 24 Fälle gewesen. Der Rückgang betrug somit über 50 Prozent.

Kühler Frühling half mit

Beim Bundesamt für Gesundheit geht man davon aus, dass die im eigenen Haus lancierte und realisierte Impfkampagne ihre Wirkung nicht verfehlt hat. «Die Impfungen haben wohl auch ihren Teil zum tiefen Wert beigetragen», liess sich Daniel Koch, Verantwortlicher der Abteilung übertragbare Krankheiten beim BAG, dieser Tage von der «Südostschweiz» zitieren. Die gesunkene Zahl der Ansteckungen durch infizierte Zecken hänge zudem wohl auch damit zusammen, dass der Frühling kühl gewesen sei und die Menschen weniger Outdoor-Aktivitäten ausgeübt hätten.

Die vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) initiierte und realisierte Impfkampagne gegen Zecken war aus der Sicht mehrerer Experten ein Erfolg. So reduzierte sich die Zahl der Ansteckungen durch eine mit dem FSME-Virus infizierte Zecke unter anderem wegen der höheren Impffreudigkeit der Bevölkerung schweizweit massiv.

Die stellvertretende Kantonsärztin Karen Peier und die Präventivmedizinerin Karin Faisst bewerten den Erfolg der Impfkampagne in einer gemeinsamen Stellungnahme noch vorsichtig. «Gemäss dem BAG entspreche die hochgerechnete Anzahl Fälle von Zeckenstichen und Borreliose sowie die Fallzahlen zu FSME dem Mittel der vergangenen Jahre», schreiben Faisst und Peier. Es könnten deshalb noch keine Aussagen gemacht werden, ob und wie sich die Kampagne auf die Entwicklung der Fallzahlen auswirke. «Auf jeden Fall hat sich das Verhalten der Personen verändert. Bei Waldgängen schützen sie sich besser», heisst es weiter.

Schutz bis im Herbst aufrechterhalten

Sich effizient vor Zecken schützen ist mit einer Impfung verhältnismässig einfach. Die Kosten für den Impfstoff übernimmt die Grundversicherung, den Impfvorgang durch den Arzt oder den Apotheker bezahlt der Patient selbst. Ausserdem ist geschlossene Kleidung am ganzen Körper ein weiteres wirksames Schutzmittel. Dies insbesondere beim Gang durch hohes Gras und Unterholz. Generell empfiehlt es sich, den Schutz jeweils bis im Herbst aufrechtzuerhalten. Denn eine Zeckensaison dauert von März bis Oktober.

Entsprechend ist es derzeit noch verfrüht für eine definitive Entwarnung. Oder anders gesagt: Für Schutzmassnahmen gegen Zecken ist es auch jetzt noch nicht zu spät.

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