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Achtung, Guerilla-Koch!

Scharfgezeichnet
Michael Genova

Wenn die Bombe hochgeht, ist man besser woanders. Das haben am Dienstagabend wohl auch die Zugpassagiere des Regionalexpress Chur–St. Gallen gedacht. Jemand hatte auf einem Sitz am Fenster einen verdächtigen Koffer entdeckt. Darauf die Aufschrift «8-tung, gefährlich – Waffe», das Symbol einer Bombe mit brennender Zündschnur – und eine Telefonnummer.

Die Polizei rief den mutmasslichen Besitzer kurzerhand an,und zwei Stunden später präsentierte ein Bündner Hobbykoch den staunenden Beamten seine Messersammlung. Er habe den Koffer so beschriftet, damit seine Kinder ihn nicht öffnen, entschuldigte er sich.

Doch das kann nur die halbe Wahrheit sein. Kein Zufall schreibt so unterhaltsame Geschichten. Die Kofferaktion riecht stark nach Guerilla-Marketing, wie es im Lehrbuch steht. Die Grundregel: Mit geringem Mitteleinsatz eine grosse Wirkung erzielen.

Grosse Aufmerksamkeit war dem ehrgeizigen Koch gewiss. Trotzdem wird seine Rechnung kaum aufgehen. Auf dem veröffentlichten Polizeibild haben die Beamten seine Telefonnummer nämlich abgedeckt. Lukrative Kochaufträge dürften deshalb keine eingehen. Dafür eine saftige Schlussrechnung von Kantonspolizei und SBB.

Michael Genova

michael.genova@ostschweiz-am-sonntag.ch

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