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Achtung Dachlawinen: Hauseigentümer stehen in der Pflicht – aber auch Passanten müssen aufpassen

Auf einigen Dächern in der Ostschweiz liegt noch viel Schnee. Die Sonne und die frühlingshaften Temperaturen führen dazu, dass sich nun Dachlawinen in Gang setzen.
Maria Kobler-Wyer
Ein Schild macht darauf aufmerksam, dass die Gefahr von Dachlawinen besteht. (Bild: Urs Bucher)

Ein Schild macht darauf aufmerksam, dass die Gefahr von Dachlawinen besteht. (Bild: Urs Bucher)

In den vergangenen Wochen hat es in der Ostschweiz viel geschneit. Mittlerweile scheint täglich die Sonne, die Temperaturen sind auf frühlingshafte Werte angestiegen. Dadurch steigt die Gefahr von Dachlawinen. «Der Hauseigentümer ist dafür verantwortlich, dass das Hausdach vom Schnee befreit wird», sagt Dionys Widmer, Mediensprecher der Stadtpolizei St.Gallen. Er empfiehlt, diese Arbeit von einem Fachmann durchführen zu lassen und nicht selber auf das Dach zu steigen. Widmer sagt:

«Fachleute haben das entsprechende Material und wissen, wie sie sich sichern müssen.»

Am besten lässt man das Dach von Profis räumen, um sich nicht selber in Gefahr zu bringen. (Bild: Urs Bucher)

Am besten lässt man das Dach von Profis räumen, um sich nicht selber in Gefahr zu bringen. (Bild: Urs Bucher)

«Die Schneeräumungspflicht auf dem Dach oder das Einleiten entsprechender Massnahmen ist besonders dringend, wenn Liegenschaften unmittelbar an Fusswegen und Strassen liegen und eine akute Gefahr besteht, dass Passanten oder Fahrzeuge von Dachlawinen getroffen werden könnten», heisst es bei der Versicherungsgesellschaft Mobiliar auf Anfrage.

Schneefanggitter oder Schneefanghaken auf den Dächern sorgen dafür, dass der Schnee nicht ins Rutschen gerät. «Bei Neubauten reicht das aus», sagt Ernst Bischofberger, Präsident des Ausserrhoder Hauseigentümerverbandes. «Bei älteren Häusern kann es vorkommen, dass der Schnee trotzdem rutscht.»

Eine Pflicht, Schneestopper zu installieren, gebe es nicht, sagt Bischofberger.

«Am besten ist es, einen Ingenieur oder einen Dachdecker zu fragen, ob das Dach genügend gesichert ist.»

Bei einer Holzkonstruktion könne auch ein Zimmermann darüber Auskunft geben, wie viel Schnee das Dach tragen könne.

Schäden können verhindert werden, wenn der Hauseigentümer Schneestopper anbringt, regelmässig das Dach von Schnee und Eis befreit, Warnschilder anbringt oder den Gefahrenbereich absperrt. Ob der Eigentümer für allfälligen Schaden haftet, ist laut Mobiliar davon abhängig, ob die getroffenen Massnahmen ausreichend waren, um den Bereich vor seiner Liegenschaft vor Dachlawinen zu schützen.

Gemäss Ernst Bischofberger ist es erlaubt, mit selbstgeschriebenen Schildern auf mögliche Dachlawinen aufmerksam zu machen. «Ich erachte das aber als Notmassnahme für drei bis vier Tage.» Wenn es so viel schneie wie vor kurzem, sei es jedoch klar, dass nicht in kurzer Zeit der Normalzustand wiederhergestellt werden könne.

Aber auch Passanten stehen in der Pflicht. Die Mobiliar:

«Wenn sich eine Person beispielsweise trotz Schild und Absperrung in den Gefahrenbereich begibt, trägt sie eine Mitschuld.»

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