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Acht Bussen zur Rallye-Premiere: Stadtpolizei büsst Begleitfahrzeuge der «Classica St.Gallen»

Unter dem Titel «Classica St.Gallen» präsentierten rund 40 Oldtimer-Fahrer erstmals ihre Autos in der St.Galler Marktgasse. Die Fahrer von acht Begleitfahrzeugen der Rallye wurden hingegen von der Stadtpolizei gebüsst – weil sie auf den aufgehobenen Parkfeldern auf dem Marktplatz parkierten.
Luca Ghiselli
Die «Classica St.Gallen» fand am Sonntag zum ersten Mal statt. (Bild: Luca Ghiselli)

Die «Classica St.Gallen» fand am Sonntag zum ersten Mal statt. (Bild: Luca Ghiselli)

Aston Martin neben Rolls Royce neben Porsche und BMW: Dicht an dicht standen am Sonntagmittag rund 40 Oldtimer dieser und anderer renommierter Marken in der St.Galler Marktgasse. Anlass dafür war die VP Bank Rally, ein dreitägiges Oldtimer-Rennen durch die Ostschweiz und Vorarlberg, das dieses Jahr zum ersten Mal ausgetragen wurde.

Die «Classica St.Gallen», so nennen die Veranstalter die neue Oldtimer-Ausstellung in der Altstadt, stiess auf reges Interesse. Zahlreiche Zaungäste fanden sich am Sonntagvormittag ein, um die Einfahrt der Oldtimer zu beobachten. Doch auf einem Nebenschauplatz machte sich Unmut breit.

Bewilligung galt nicht für Begleitfahrzeuge

Wie die Online-Zeitung «Die Ostschweiz» am Sonntagabend berichtet, habe die Stadtpolizei eine Bussen-Orgie veranstaltet. Zwar traf es nicht die Rally-Teilnehmer und ihre Oldtimer selbst, aber die Begleitfahrzeuge. Diese wurden nämlich für die Dauer der Classica auf dem seit März parkplatzfreien Marktplatz abgestellt. Gegenüber «Die Ostschweiz» berichteten mehrere Beobachter übereinstimmend, die Besitzer der Begleitfahrzeuge seien im grossen Stil mit Bussen bedacht worden.

Dionys Widmer, Mediensprecher der St.Galler Stadtpolizei. (Bild: PD)

Dionys Widmer, Mediensprecher der St.Galler Stadtpolizei. (Bild: PD)

Dionys Widmer, Mediensprecher der St.Galler Stadtpolizei, bestätigt auf Anfrage, dass am Sonntag acht Ordnungsbussen wegen Falschparkens ausgesprochen wurden. Bei der Classica St.Gallen handle es sich zwar um einen bewilligten Anlass. «In der Bewilligung ist aber explizit festgehalten, dass nur die Rally-Oldtimer in der Altstadt parkieren dürfen – nicht aber die Begleitfahrzeuge.» Diese hätten auf einem regulären Parkplatz parkieren müssen.

30 Minuten Kulanzfrist gewährt

Als die Beamten der Stadtpolizei am Sonntagmittag die parkierten Begleitfahrzeuge auf dem Marktplatz bemerkten, haben sie laut Widmer aber nicht sofort gebüsst.

«Wir haben zuerst im Gespräch den Veranstalter auf die Regeln aufmerksam gemacht und anschliessend eine Kulanzfrist von 30 Minuten gewährt.»

Einige Fahrzeughalter stellten ihr Auto danach an einen anderen Ort, acht andere nicht – deshalb wurden sie gebüsst. Ein Umstand, der sie nicht sonderlich schmerzte: Die meisten haben die Busse in Kauf genommen und ohne Widerspruch akzeptiert.

«Es müssen für alle die gleichen Regeln gelten»

Aber selbst wenn das Halteverbot für Begleitfahrzeuge auf dem Marktplatz explizit in der Bewilligung vermerkt war: Hätte die Stadtpolizei angesichts der Premiere der «Classica St.Gallen» nicht ein Auge zudrücken sollen?

«Der Marktplatz ist eine Begegnungszone. Und wenn wir das einmal erlauben, müssen wir das auch bei allen anderen Veranstaltungen tun», sagt Widmer und macht ein Beispiel: Wenn jeder Standbetreiber am St.Galler Fest seinen Lieferwagen neben seinem Stand parkieren würde, ginge das auch nicht.

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