«Absolut unsinnig» nennen manche St.Galler Schulträger die Regelung, die Kirchen bangen um ihren Einfluss: Debatte um Fach Ethik, Religionen, Gemeinschaft flammt wieder auf

Im Kanton St.Gallen teilen sich Schule und Staat das Unterrichtsfach Ethik, Religionen, Gemeinschaft. Drei Parlamentarier möchten das ändern. Sie kritisieren die Aufteilung der Klassen und den Status der Kirchen, der «nicht mehr zeitgemäss» sei. Die Kirchen verteidigen ihren Status.

Katharina Brenner
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Schule oder Kirchen? Im Fach Ethik, Religionen, Gemeinschaft müssen sich Eltern und Kinder entscheiden.

Schule oder Kirchen? Im Fach Ethik, Religionen, Gemeinschaft müssen sich Eltern und Kinder entscheiden.

Christian Beutler / KEYSTONE

«Ausgerechnet in dem Fach, das Gemeinschaft im Namen trägt, werden Klassen geteilt», sagt Sandro Wasserfallen. Gemeinsam mit Ruedi Blumer (SP) und Katrin Frick (FDP) hat der SVP-Kantonsrat eine Motion zum Fach Ethik, Religionen, Gemeinschaft (ERG) eingereicht. Im Kanton St. Gallen entscheiden die Eltern, ob ihre Kinder die Variante ERG-Schule besuchen oder die Variante ERG-Kirchen, die von Kirchenlehrpersonen unterrichtet wird. Je nach Gemeinde von katholischen oder evangelischen. Das Modell ist schweizweit einzigartig.