Kolumne

«Absolut kein Stau»: Der St.Galler LKW-Chauffeur Marco Näf über verlassene Strassen und Hygienemassnahmen

Wir lassen täglich Menschen aus der Ostschweiz zu Wort kommen, die in der Coronakrise weiterhin arbeiten. Während bei anderen derzeit die Arbeit ruht, ist Marco Näf noch immer täglich mit seinem 18-Tonner auf den Schweizer Strassen unterwegs.

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Marco Näf, Lastwagenchauffeur bei Emil Egger in St. Gallen

Marco Näf, Lastwagenchauffeur bei Emil Egger in St. Gallen

Bild: PD

Ich fange morgens meist zwischen fünf und sechs Uhr mit der Arbeit an und fahre mit meinem 18-Tonner Ladungen in der ganzen Schweiz aus. Dabei müssen auch wir gewisse Sicherheitsvorkehrungen treffen und wurden von der Firma laufend über die Vorschriften des BAG informiert und entsprechend mit Desinfektionsmittel und Handschuhen ausgerüstet. Einige unserer Kunden wünschen vor dem Beladen beispielsweise, dass wir Schutzmasken anziehen.

Bei Firmen aus dem medizinischen Bereich wird sogar Fieber gemessen, das ist allerdings eher selten.

Überall gilt: Wir müssen nach der Ankunft unsere Hände desinfizieren. Seit dem Beginn der Krise hat der Verkehr massiv abgenommen. Als ich kürzlich durch Zürich fahren musste, war absolut kein Stau. Das ist extrem selten. Beim Zoll steht man dafür etwas länger. Das hat viel damit zu tun, dass im Zollabfertigungsbüro die Zahl der Personen begrenzt wurde. Viele Firmen haben nun auch Toi-Toi-WCs aufgestellt, damit wir bei ihnen nicht mehr nach drinnen auf die Toiletten müssen, was ich sehr schade finde. Denn bei der Sonne und der Wärme ist das erstens nicht sehr angenehm und zweitens stinkt es.

Aufgezeichnet von: Ines Biedenkapp

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