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Abschied von Thomas Hansjakob

Abdankung «St. Gallen ist heute traurig und gleichzeitig auch dankbar.» Mit diesen Worten eröffnete Dompfarrer Beat Grögli den Trauergottesdienst für den am 4. Januar in seinem 62. Altersjahr unerwartet an einem Herzversagen verstorbenen Ersten Staatsanwalt im Kanton St. Gallen. Die Dankbarkeit richte sich an das aussergewöhnliche Engagement, das Thomas Hansjakob in allen seinen Lebensbereichen gelebt habe. «Er war ein Mensch mit vielen Talenten, die er grosszügig eingesetzt und unzähligen Menschen in unserer Gesellschaft zur Verfügung gestellt hat.»

«Er liebte das Familienleben»

Regierungsrat Frey Fässler und Thomas Weltert, Stellvertretender Erster Staatsanwalt, würdigten Hansjakobs berufliche Leistungen. Er hinterlasse eine Lücke, die kaum zu füllen sei, betonte Fredy Fässler. «Er hatte eine enorme Vorbildfunktion in der Staatsanwaltschaft. Faire Verfahren waren für ihn immer eine Selbstverständlichkeit.» Thomas Weltert beschrieb den Verstorbenen als einfühlsamen, lösungsorientierten Chef. «Seine unerschöpfliche Energie und Bereitschaft, auch heisse Eisen anzupacken, machten ihn schweizweit zu einem begehrten Problemlöser.» Ehefrau Claudia Hansjakob und Staatsanwalt Christoph Ill würdigten den Privatmenschen. Wer denke, dass er ob seines grossen beruflichen Engagements für nichts anderes Zeit gehabt habe, liege falsch, erklärte seine Frau. «Er liebte das Familienleben mit unseren vier Kindern. Es gab keine einzige Elternbesprechung in der Schule, an der er nicht auch dabei gewesen wäre.» Freund und Kollege Christoph Ill erinnerte sich an Thomas Hansjakob als Liebhaber von guter Musik, feinem Essen, einem Glas Wein, englischem Humor und Reisen mit der ganzen Familie nach Italien. Sie versuche zu erahnen, wie ihr Ehemann auf den Moment der grossen Trauer reagieren würde, betonte Claudia Hansjakob. «Ich glaube, er würde sagen: Jetzt tut nicht so. Ich habe doch ein gutes Leben gehabt.» (cis)

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