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ABSCHAFFUNG: "Eine weitere Furzidee": Haue für Teletext-Gegner "Zubi"

Die Forderung des Ausserrhoder SVP-Nationalrats David Zuberbühler, den Teletext-Betreibern den Stecker zu ziehen, kommt bei vielen Menschen nicht gut an. Selbst auf seiner eigenen Facebook-Seite muss der SVP-Mann Kritik einstecken.
Daniel Walt

"Internet für Arme" und "einen alten Zopf" hatte der Herisauer Nationalrat David Zuberbühler den Teletext auf den SRF-Kanälen genannt. Der SVP-Politiker findet den Informationsdienst im Online-Zeitalter überholt und fordert dessen Abschaltung. Zuberbühler hat einen Artikel zum Thema auch auf seine Facebook-Seite gepostet – und überwiegend negative Kommentare geerntet.

"Teletext… Schnell, informativ und auch ohne grossen Schnickschnack zu empfangen", schreibt beispielsweise Martin Bärlocher. Die Abschaffung sei "eine weitere Furzidee eines sogenannten ‘Volks’-Politikers". Ulrich Widmer doppelt nach: "Lieber Zubi, ich mag Dich und Deine bodenständige Art des Politisierens da und dort ganz gut leiden, nebst allem Unsinn, dem Du Dich widmest", schreibt er. Mit der Forderung nach der Abschaltung des Teletexts schiesse Zuberbühler den Vogel aber ab.

"Wenn das unsere Probleme sind..."

Ebenfalls nichts für Zuberbühlers Forderung übrig hat Ueli Strauss-Gallmann: "Wenn das unsere Probleme sind…", schreibt er. In der Folge wünscht er dem SVP-Mann, "dass Du in die Tiefe der Parlamentsarbeit runtersteigst und zum Beispiel endlich einmal etwas gegen eure überbordende Gesetzesmaschinerie machst. Das wäre was Ernsthaftes", hält er fest. Auch Christian Blumer findet, ein Appenzeller Nationalrat müsse sich um relevantere Probleme kümmern.

Auf Zuberbühlers-Facebook-Seite gibt es auch ein paar wenige zustimmende Voten: "Alter, teurer Zopf, falscher Kanal, umständlich", schreibt André Rem über den Teletext. Und Jerome Graham bringt seine Meinung wie folgt auf den Punkt: "Brucht kei Mensch meh!" Der Konter folgt aber direkt von Christian Ess, der auf die bis zu 700'000 Menschen verweist, die den Teletext täglich nutzen.

Deutliches Umfrageresultat

Auch auf "Tagblatt online" sind die Meinungen in Sachen Teletext gemacht: Rund drei Viertel der Teilnehmer einer Online-Umfrage finden, dass der Teletext nicht abgestellt werden soll, da er für viele Menschen nach wie vor wertvoll sei. In der Kommentarspalte gibt es sowohl Lob als auch Tadel für "Zubi", wie sich der SVP-Politiker selber nennt. "Teletext als ‘Internet für Arme’ zu bezeichnen, ist überheblich. Vor allem wenn die Aussage von einem Angehörigen der angeblich einzigen ‘Volkspartei’ kommt", schreibt Heinz Weber-Anderegg. Er fordert Zuberbühler in der Folge auf, sich für wichtige Dinge einzusetzen.

Alfred Mauch wirft dem Ausserrhoder SVP-Politiker parteipolitische Motive vor: "Warum keinen Teletext mehr? Für mich ist klar, dass der Parteiapparat der SVP seit Jahren versucht, alle Nicht-Blocher-Kanäle zu sabotieren", schreibt er. Support für den Nationalrat aus Herisau kommt hingegen von Christian Looser: "Alle anderen Nationalräte sollen sich ein Beispiel nehmen an David Zuberbühler", lobt er. Dieser mache seine Arbeit und nehme dafür auch noch unberechtigte Feedbacks in Kauf.

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