Abgefeiert mit Songs aus der «Golden Era»

Headliner-Zeit am Samstagabend ist am Open Air Frauenfeld auch Regenzeit. Dennoch lassen sich die Besucher die Musik der «Golden Era» des Hip-Hop, also der Musik aus den 1980er- und 90er-Jahren, nicht entgehen. Dabei prangt über allem das gelbe «W» des Wu-Tang Clan.

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«Doggfather»: Snoop Dogg war einer von vielen Musikern der alten Garde in Frauenfeld. (Bild: Reto Martin)

«Doggfather»: Snoop Dogg war einer von vielen Musikern der alten Garde in Frauenfeld. (Bild: Reto Martin)

Headliner-Zeit am Samstagabend ist am Open Air Frauenfeld auch Regenzeit. Dennoch lassen sich die Besucher die Musik der «Golden Era» des Hip-Hop, also der Musik aus den 1980er- und 90er-Jahren, nicht entgehen. Dabei prangt über allem das gelbe «W» des Wu-Tang Clan.

Acht Rapper und der virtuose DJ Mathematics, der das Mischpult auch schon mal mit den Füssen bedient, stehen auf der Bühne. Die Beats sind vertrackt wie eh und je. Mal glaubt man sich in einem Kung-Fu-Film, mal in einem Spaghetti-Western. Auf der Grossen Allmend ist es aber vor allem ein vitaler Abgesang auf die hiermit zu Ende gegangene Europatournée des Wu-Tang Clan. Neben den New Yorkern bespielt eine Vielzahl anderer Veteranen-Rap-Combos die zwei Bühnen. Und wenn sie entsprechend abgefeiert werden, stellt sich für die Musiker nicht die Frage, ob es auch mehr sein darf als «nur» ein Medley aus alten Tagen.

Lausanne, East- und Westcoast

Onyx sind dank einer kurzfristigen Absage am Freitag ins Tableau gerutscht. Brüllender New Yorker Hardcore-Rap seit 1989, wobei nur noch zwei Originalmitglieder in Frauenfeld dabei sind.

Der Freitagabend gehört dann dem Westcoast-Mann «Doggfather» Snoop Dogg mit Bling-Bling-Mikrophon, namhafter Rap-Eskorte und einem schmissigen Mix aus der «Golden Era» der Rap-Musik, aber doch nicht soviel Explizitem, wie erwartet.

Abschiedstour in Frauenfeld

Während die um einen Perkussionisten erweiterten Latino-Rapper Cypress Hill – Headliner am Samstag – noch keine Anstalten machen, nach 23 Jahren aufzuhören, ist es für die Lausanner von Sens Unik das allerletzte Konzert auf der Abschiedstour 20 Jahre nach ihrem ersten Album «Le sixième Sens». Mit Carlos, Déborah, Bio und Just One wird ein wichtiges Kapitel der Schweizer Rapmusik in Frauenfeld geschlossen. Mathias Frei

www.tagblatt.ch/festivals

Cypress-Hill-Rapper B-Real sagt, was Sache ist. (Bild: Nana do Carmo)

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