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Ab morgen regnet es wieder – dann laufen in dieser Ostschweizer Fabrik wohl die Telefone heiss

Günstig aus China oder handgemacht aus der Schweiz? Andrea Strotz, Geschäftsführerin der einzigen Schweizer Schirmfabrik ist überzeugt, dass die Leute immer mehr bereit sind, auch für einen Regenschirm mehr Geld auszugeben. «Das ist schliesslich im Sinne der Ökologie.»

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(sda/smo) Wenn es regnet, laufen bei der Strotz AG in Uznach die Telefone heiss. Es ist die einzige Schirm-Fabrik der Schweiz und deren Mitarbeiter müssen schnell auf das Wetter reagieren können. Geschäftsführerin Andrea Stotz sagt:

«Wenn es im Sommer etwa drei Tage am Stück regnet, merken wir das 1:1.»

Flexibilität erreicht sie einerseits mit einem grossen Lager, aber auch mit flexiblen Mitarbeitern: «Sie können sowohl Sonnen- als auch Regenschirme produzieren.»

Die Strotz AG gibt es seit 170 Jahren, sie ist noch immer in Familienbesitz. Bis zu 3000 Schirme werden jährlich produziert. Ein Schirm made in Switzerland kostet zwischen 100 und 150 Franken.

«Langlebige Produkte haben Zukunft»

Andrea Strotz leitet das St.Galler Unternehmen in fünfter Generation und sie ist überzeugt, dass die Schweizer mehr und mehr bereit sind, Geld für ein hochwertiges und damit auch teureres Produkt auszugeben.

«Viele Leute sagen, sie wollen nicht zu viel für einen Regenschirm ausgeben, da sie diesen ja sowieso verlieren», sagt die Geschäftsführerin. «Aber der Trend hin zu mehr Ökologie lässt die Konsumenten wieder langlebigere Produkte kaufen. Swiss-made-Schirme haben Zukunft, davon bin ich überzeugt.»