74 Kilogramm Marihuana, zwei Kilo Kokain und 160'000 Euro Bargeld: Polizei sprengt Drogennetzwerk im Kanton St.Gallen, Baden-Württemberg und Vorarlberg

Ermittler aus Österreich, Deutschland und der Schweiz haben ein grenzüberschreitendes Drogennetzwerk gesprengt. Die Spur führte auch in den Kanton St. Gallen.

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Knapp zwei Kilogramm Kokain konnten die Ermittler sicherstellen.

Knapp zwei Kilogramm Kokain konnten die Ermittler sicherstellen.

Symbolbild: Manuela Jans

(sda/apa) Insgesamt stiessen die Drogenfahnder in Vorarlberg, Baden-Württemberg und dem Kanton St. Gallen nach monatelangen Ermittlungen in mehreren Schritten auf 74 Kilogramm Marihuana, fast zwei Kilo Kokain und rund 160'000 Euro Bargeld. In den drei Ländern sitzen 14 Männer in Untersuchungshaft, wie die Vorarlberger Polizei am Donnerstag mitteilte.

Die Bande steht im Verdacht, unter massgeblicher Vermittlung eines aus der Schweiz stammenden Kroaten Drogen von Deutschland durch Vorarlberg in die Schweiz geschmuggelt zu habe. Die Kantonspolizei St.Gallen konnte den Tatverdächtigen den Erwerb und Weiterverkauf von rund 800 Gramm Kokain und 27 Kilogramm Marihuana zur Last legen.

Drogenlager in Dornbirn

In Vorarlberg konzentrierten sich die Aktivitäten der Bande auf Dornbirn und Bregenz. Sie nutzte in Dornbirn eine Wohnung als Drogenlager. Die Autos waren mit speziellen Drogenverstecken ausgestattet. Ende Juni wurde einer der Haupttäter in Vorarlberg festgenommen, als er einem Abnehmer in Bregenz Drogen übergeben wollte.

In seinem Fahrzeug wurden unter anderem 4,9 Kilogramm Marihuana entdeckt. Der Abnehmer stehe im Verdacht, bereits zuvor 10 Kilogramm Marihuana von der Tätergruppe übernommen zu haben, hiess es weiter.

Ein zweiter Käufer, der in Lustenau und Dornbirn auch illegales Glücksspiel betrieben haben soll, wird beschuldigt, der albanischen Gruppe zwischen Herbst 2019 und Frühjahr 2020 rund 13 Kilogramm Marihuana abgenommen zu haben.

Ein weiterer Abnehmer war schon im Mai in Dornbirn verhaftet worden. Er ist geständig, ein Kilogramm Marihuana und eine unbestimmte Menge Kokain bezogen zu haben. Er wurde bereits rechtskräftig zu einer 18-monatigen Haftstrafe verurteilt. Darüber hinaus wurde laut Vorarlberger Polizei «eine Vielzahl an Mittätern und Abnehmern» durch das Landeskriminalamt vernommen und angezeigt.