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63-jähriger Mann und 49-jährige Frau in Au tot aufgefunden – Polizei geht von Tötungsdelikt aus

In einem Mehrfamilienhaus in Au wurde am Donnerstagmorgen eine 49-jährige Frau tot aufgefunden. Der mutmassliche Täter und Partner der Frau, ein 63-jähriger Mann, hat sich nach ersten Erkenntnissen das Leben genommen. Die Umstände der Tat sind bisher unklar.
Linda Müntener, Adrian Vögele
Polizeieinsatz in Au. (Symbolbild: Kantonspolizei St.Gallen)

Polizeieinsatz in Au. (Symbolbild: Kantonspolizei St.Gallen)

Die Kantonspolizei St.Gallen hat am Donnerstag in Au zwei Personen tot aufgefunden. Am frühen Morgen kurz nach 5.30 Uhr ging die Meldung bei der Polizei ein, dass auf dem Bahngleis zwischen Heerbrugg und Au ein Mann vom Zug erfasst worden sei. Eine Patrouille rückte aus und fand den Mann, einen 63-jährigen Schweizer, tot auf. «Danach fuhr die Patrouille zur Wohnung des Mannes. Eigentlich, um die Todesnachricht zu überbringen», sagt Hanspeter Krüsi, Mediensprecher der Kantonspolizei. Doch in der Wohnung fanden die Polizisten eine zweite tote Person mit Stichverletzungen auf. Eine 49-jährige Schweizerin, die Partnerin des toten Mannes.

Keine Hinweise auf einen Streit

Wie die Tat abgelaufen ist und was die Hintergründe sind, ist unklar. Die Ermittlungsbehörden gehen bisher von einem Tötungsdelikt mit anschliessender Selbsttötung aus. «Das ist natürlich eine schwierige Ausgangslage, da beide Beteiligten tot sind», sagt Krüsi.

Hinweise auf einen Streit zwischen den beiden Personen, etwa von Nachbarn, seien zuvor keine bei der Polizei eingegangen, so der Polizeisprecher. Man ermittle nun im Umfeld der beiden Personen. Die Staatsanwaltschaft hat ein Strafverfahren eröffnet und führt die Ermittlungen in Zusammenarbeit mit der Kantonspolizei St.Gallen. Eine Nachbarin zeigte sich gegenüber «Blick» schockiert über den Vorfall. Die Frau sei immer sehr freundlich gewesen. «Ich hätte nie gedacht, dass es bei dem Paar Probleme gibt.» Den Partner der Frau habe sich allerdings nicht näher gekannt – er sei eher zurückhaltend gewesen.

Zweiter Fall im Kanton innert weniger Monate

Erst vor einem halben Jahr hatte sich im Kanton ein Tötungsdelikt mit ähnlichem Hintergrund ereignet: Am Karfreitag eskalierte in einem Mehrfamilienhaus in der Stadt St.Gallen ein Streit zwischen einem 66-jährigen Serben und seiner 60-jährigen Frau. Der Mann fügte der Frau massive Kopfverletzungen zu. Danach meldete er sich bei der Polizei. Diese konnte nur noch den Tod der Frau feststellen. Der Mann wurde verhaftet. Die beiden Personen waren der Polizei zuvor nicht bekannt gewesen.

Etwa die Hälfte der Tötungsdelikte, die in der Schweiz begangen werden, geschehen im häuslichen Bereich. Die polizeiliche Kriminalstatistik des Bundes listet für das vergangene Jahr insgesamt 50 Tötungsdelikte auf. Bei 27 handelte es sich um häusliche Gewalt. Dieser Wert liegt leicht über dem Durchschnitt der Jahre 2009 bis 2017 (25 Tötungsdelikte).

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