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507'697 Personen: Der Kanton St.Gallen wächst weiter

Im fünftgrössten Kanton der Schweiz legen 50 der 77 Gemeinden zu. 21 verzeichnen einen leichten Rückgang.
Christoph Zweili
Die Bevölkerung des Kantons St.Gallen nimmt seit 20 Jahren jährlich zu - auch 2018. (Bild: Fotolia)

Die Bevölkerung des Kantons St.Gallen nimmt seit 20 Jahren jährlich zu - auch 2018. (Bild: Fotolia)

Die Schweiz wächst weiter – und mit ihr der Kanton St.Gallen. Im hinter Zürich, Bern, Waadt und Aargau einwohnermässig fünftgrössten Kanton lebten Ende 2018 mehr als eine halbe Million Personen (507'697). Im Vergleich zum Vorjahr hat damit die ständige Wohnbevölkerung um 3011 Personen (0,6 Prozent) zugenommen. Gesamtschweizerisch lag die Zunahme bei 0,8 Prozent.

Zugenommen hat sowohl die Zahl der Schweizerinnen und Schweizer (plus 1540; 0,4 Prozent) wie auch die Zahl der ausländischen ständigen Wohnbevölkerung (plus 1471; 1,2 Prozent), wie die kantonale Fachstelle für Statistik schreibt. 50 der 77 Gemeinden sind gegenüber dem Vorjahr gewachsen, 6 Gemeinden haben unveränderte Bevölkerungszahlen und 21 Gemeinden verzeichnen einen (leichten) Bevölkerungsrückgang. Prozentual wachsen die Gemeinden Weesen (plus 4,7 Prozent), Berg (plus 3,3 Prozent) und Andwil (plus 3,2 Prozent) am stärksten. In absoluten Zahlen legt die Stadt St.Gallen (plus 311 Personen; plus 0,4 Prozent) am meisten zu.

Umgekehrt erfuhren die Gemeinden Rheineck (minus 1,9 Prozent), Flums (minus 1,7 Prozent) und Hemberg (minus 1,5 Prozent) den grössten prozentualen Rückgang.

Alle Wahlkreise verzeichnen einen Bevölkerungszuwachs. Der Wahlkreis Rorschach liegt mit einem Plus von 1,3 Prozent an der Spitze, während der Wahlkreis St.Gallen mit einem Plus von 0,3 Prozent das tiefste Bevölkerungswachstum aufweist.

Knapp ein Viertel hat einen ausländischen Pass

Ende 2018 lebten zusätzlich zu den 507'697 Personen der ständigen Wohnbevölkerung 10'411 Personen im Kanton St.Gallen. Sie haben entweder einen Nebenwohnsitz im Kanton, sind Kurzaufenthalter oder Personen im Asylprozess mit einer Aufenthaltsdauer von weniger als 12 Monaten. Wird diese Personengruppe zur ständigen Wohnbevölkerung dazugerechnet, umfasst die Wohnbevölkerung des Kantons St.Gallen Ende des vergangenen Jahres insgesamt 518'104 Personen. Im Vergleich zu 2017 entspricht dies einer Zunahme um 3344 Personen (plus 0,6 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der ständigen ausländischen Staatsangehörigen um 1471 auf 122'402 Personen gestiegen. Der Anteil der ausländischen Staatsangehörigen liegt Ende 2018 bei 24,1 Prozent und somit um 0,1 Prozentpunkte höher als im Vorjahr.

Prozentual am stärksten gewachsen ist die ausländische Wohnbevölkerung in den Gemeinden Berg (plus 24,2 Prozent), Oberhelfenschwil (plus 18,8 Prozent) und Marbach (plus 14 Prozent). Absolut gesehen ist die grösste Zunahme in der Stadt St.Gallen mit 254 zusätzlichen ausländischen Staatsangehörigen zu finden.

Zuwanderung spielt tragende Rolle

Im Kanton St.Gallen ist der Bevölkerungszuwachs unter anderem auf den Geburtenüberschuss (Differenz zwischen der Anzahl Geburten und der Anzahl Todesfälle) von 1488 Personen zurückzuführen. Dazu kommen der positive Wanderungssaldo von 1460 Personen (vor allem der ausländischen Wohnbevölkerung) sowie die sogenannte Bevölkerungsdifferenz. Diese lässt sich im Vergleich zum Vorjahr nicht auf Geburten, Todesfälle oder Wanderungen zurückführen.

Der Kanton St.Gallen weist seit vielen Jahren einen negativen interkantonalen Wanderungssaldo auf. Es ziehen also mehr Personen aus dem grössten Ostschweizer Kanton in die Kantone Zürich und Thurgau als aus diesen zuziehen. Im Zeitraum 2014 bis 2016 wuchs der interkantonale Wanderungsverlust stark. 2017 änderte sich dieser Trend – er blieb leicht unter dem Vorjahreswert. Im 2018 hat sich nun die Abwanderung gegenüber dem Vorjahr gar halbiert.

Die Abwanderung ist vor allem auf die Altersgruppe der 20- bis 29-Jährigen – und, leicht abgeschwächt – auf die Altersgruppe der 30- bis 39-Jährigen zurückzuführen. Bei beiden Altersgruppen ist die Abwanderung nicht mehr so massiv wie im Vorjahr.

Demografische Alterung geht weiter

Ende 2018 betrug der Anteil der Kinder und Jugendlichen (Personen unter 20 Jahren) im Kanton St.Gallen 20,5 Prozent (national 20 Prozent), der Anteil der über 65-Jährigen 18,3 Prozent (18,5). Damit ist der Kanton St.Gallen etwas jünger als die Gesamtschweiz. Der Anteil der erwerbstätigen Bevölkerung (Personen zwischen 20 und 64 Jahren) liegt im Kanton St.Gallen bei 61,2 Prozent (61,5 Prozent).

Im Vergleich zum Vorjahr ist der Anteil der Kinder und Jugendlichen weiter zurückgegangen (minus 1 Prozentpunkt). Der Altersquotient, der das Verhältnis von Einwohnern im Rentenalter zur Erwerbsbevölkerung wiedergibt, lag Ende 2018 im Kanton St.Gallen bei 29,8 Personen im Rentenalter auf 100 Personen im erwerbsfähigen Alter. In 37 Gemeinden ist dieser Altersquotient höher als der kantonale Durchschnitt. In Nesslau ist der Anteil der Personen im Rentenalter gemessen an der Erwerbsbevölkerung mit 46,7 Prozent über 64-Jährigen im Verhältnis zu 100 Erwerbstätigen am grössten. Es folgen Amden (45,0) und Ebnat-Kappel (43,2). Am wenigsten Personen über 64 Jahre gemessen an der Erwerbsbevölkerung haben die Gemeinden Niederbüren (19,3), Eichberg (22,1) und Benken (22,8).

Die Auswertung basiert auf der nationalen Statistik der definitiven Zahlen für die Bevölkerung und Haushalte per Ende 2018. Die Fachstelle für Statistik hat diese für den Kanton St.Gallen ausgewertet.

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