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4,2 AUF DER RICHTERSKALA: Erdbeben im Vorarlberg: Viele spürten es - niemand kam zu Schaden

Am Mittwochabend hat im Montafon die Erde gebebt. Obwohl das Beben auch in der Ostschweiz spürbar war, erhielten die Kantonspolizei-Korps keinerlei Anrufe besorgter Bürger.
Daniel Walt
Das Beben wurde 13 Kilometer nördlich des Montafons registriert. (Bild: ETH)

Das Beben wurde 13 Kilometer nördlich des Montafons registriert. (Bild: ETH)

"Meine Tischlampe hat getanzt": Das schrieb ein Twitterer aus Zürich am Mittwochabend, nachdem im Montafon ein Erdbeben der Stärke 4,2 registriert worden war. Auch aus der Ostschweiz finden sich Meldungen von Menschen, die das Beben verspürt haben – so beispielsweise aus Rorschach.

"Null Anrufe, null Meldungen"

Bei den Ostschweizer Polizeikorps hingegen blieb trotz des Bebens alles ruhig. "Null Anrufe, null Meldungen", bilanziert beispielsweise Hanspeter Krüsi, Medienchef der St.Galler Kantonspolizei. Gleiches berichten Mario Christen, Sprecher der Thurgauer Kantonspolizei, und sein Kollege von der Ausserrhoder Kantonspolizei, Marcel Wehrlin.

Alarmiert nach Erdbeben werden die Polizeikorps vom Eidgenössischen Erdbebendienst, an dessen Systeme sie angeschlossen sind. "Im Normalfall erfahren wir auf diesem Weg bereits von einem Erdbeben, bevor die ersten Anrufe besorgter Bürger eingehen", sagt Hanspeter Krüsi.


Tricksereien aufdecken

Auch auf die Gebäudeversicherungen in der Ostschweiz kommt wegen des Erdbebens im Vorarlberg voraussichtlich keine Arbeit zu – bis Donnerstagvormittag gingen auch bei ihnen keinerlei Schadenmeldungen ein. Anders war dies nach dem vom St.Galler Geothermie-Projekt ausgelösten Beben der Stärke 3,5 im Juli 2013 gewesen: Hunderte Schäden wurden damals gemeldet. Darunter befanden sich allerdings auch solche, die gar nicht auf das Beben zurückzuführen waren, sondern schon zuvor bestanden hatten.

Wie geht eine Gebäudeversicherung vor, um solche Tricksereien auszuschliessen? Natalie Koller, Leiterin Rechtsdienst der Gebäudeversicherung des Kantons St.Gallen, erklärt: "Wird ein Schadenfall gemeldet, begutachten Experten die Schäden vor Ort." Die entsprechenden Personen kommen beispielsweise aus den Bereichen Architektur oder Ingenieurwesen. Sie machen Fotos und erstellen einen Rapport, der bei der Gebäudeversicherung wiederum von Spezialisten begutachtet wird. Im Streitfall kann es laut Koller in einem weiteren Schritt dazu kommen, dass eine externe Expertise in Auftrag gegeben wird. Das sei aber eher selten.

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