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31 050 Franken für SG 66

In einer Rekord-Auktion hat sich ein Gamser die Autonummer SG 66 ersteigert. Mit der Nummer und einem neuen Auto will der Unternehmer jetzt in die Autobranche einsteigen.
Dominik Bärlocher
Neue Nummer auf neuem Wagen – der Gamser Josef Lenherr hat ein besonderes Nummernschild ersteigert. (Bild: Dominik Bärlocher)

Neue Nummer auf neuem Wagen – der Gamser Josef Lenherr hat ein besonderes Nummernschild ersteigert. (Bild: Dominik Bärlocher)

Gams. «Es war ein nervenaufreibendes Duell, aber ich war fest entschlossen», sagt Josef Lenherr aus Gams. In einem Wettbieten hatten er und sein Gegner mit dem Benutzernamen rh1915 den Preis für die Autonummer SG 66 in Windeseile von 16 400 Franken auf die Rekordsumme von 31 050 Franken getrieben. «Als ich gewonnen hatte, stiess ich mit meinem Schwager auf den Sieg an. So etwas schafft man ja nicht jeden Tag», sagt Lenherr.

Ein oberes Limit hatte sich der 70jährige Unternehmer während der Auktion nicht gesetzt. Dennoch: «Bei 35 000 Franken wäre es mir langsam verleidet», sagt er. Einen besonderen Grund, warum ihm gerade die Nummer SG 66 so viel Geld wert ist, gibt es für den Unternehmer nicht: «Die Nummer ist eine tiefe, und sie sieht nett aus.»

Faszination Fahrzeug

Schöne Fahrzeuge haben den Gamser schon immer fasziniert. «Früher waren es Lastwagen. Und heute sind es etwas kleinere, aber nicht minder schöne Autos», sagt Josef Lenherr.

Seit seinem 21. Lebensjahr ist Lenherr selbständiger Unternehmer. Zuerst in der Transportbranche, wo er seine Leidenschaft für Lastwagen zum Beruf machte. In den 1970er-Jahren kam dann eine Immobilienfirma hinzu. Diese hat sich zu einem Unternehmen entwickelt, das mittlerweile Immobilien-, Gold- und Finanzierungsgeschäfte abwickelt und seit kurzem auch im Autohandel tätig ist.

Unternehmerisches Denken – das habe ihm auch während der Auktion geholfen, sagt Lenherr: «Wer im Leben Erfolg haben will, muss bereit sein, für seine Ziele zu kämpfen und Opfer zu bringen», sagt er.

Neue Nummer, neues Auto

Der Hang des Unternehmers zu ausgefallenen Autonummern ist nicht neu. Josef Lenherr ist bereits mit der Nummer SG 642 herumgefahren. Diese hatte er von seinem Onkel als Leihgabe erhalten.

Lenherr fährt im Alltag einen Mercedes S500. An den Stossstangen dieses Fahrzeugs ist bereits eine ausgefallene Nummer montiert: SG 112 000. Laut Lenherr ist das die «Millenniumsnummer». Da er dieses Schild nicht aufgeben wollte, musste sich der Gamser nach dem Auktionssieg einige Gedanken machen.

Die Lösung: «Nachdem ich die Nummer gewonnen hatte, brauchte ich ein geeignetes Auto dazu.» Also kaufte sich Josef Lenherr einen Jaguar XKR Coupé – für über 150 000 Franken –, um der SG 66 ein würdiges Gefährt zu geben.

Eigentlich ist Lenherr ein Mercedes-Fan, doch Jaguars fand er schon immer schön.

Der Jaguar mit der Nummer SG 66 soll nun das Aushängeschild für eine Autohandlung werden. Die passende Immobilie für das Unternehmen hat Lenherr schon, und jetzt also auch das Auto.

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