2,7 Millionen für ein neues Clubhau

Das Vereinslokal des FC Rüthi ist sanierungsbedürftig. Da auch andere Vereine Raumbedarf anmeldeten, soll ein neues Clubhaus realisiert werden. An der nächsten Bürgerversammlung wird über einen Kredit von voraussichtlich 2,7 Mio. Franken abgestimmt werden.

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(gk) In den letzten Jahren hat die Einwohnerzahl von Rüthi deutlich zugenommen. Nicht nur die Schule platzt aus allen Nähten, sondern auch die Vereine haben Raumprobleme. Bei einer vom Sportplatzkonsortium durchgeführten Umfrage haben nebst dem FC Rüthi auch die Guggenmusik, der Turnverein sowie nachträglich die Luftgewehrgruppe Raumbedarf angemeldet. «Aufgrund dieser Ausgangslage haben wir uns entschieden, nicht nur die Sanierung und Erweiterung des bestehenden Vereinslokals zu prüfen, sondern auch einen allfälligen Neubau in Betracht zu ziehen», erklärt Aldo Frei, Präsident des Sportplatzkonsortiums, an der Vereinskonferenz die Ausgangslage.

Mit dem erarbeiteten Raumprogramm als Grundlage wurden Architekturbüros eingeladen, an einem Ideenwettbewerb teilzunehmen. Von den ursprünglich zehn interessierten Unternehmen reichten sieben davon einen Projektvorschlag ein. «Von der Qualität dieser Eingaben waren wir positiv überrascht», freut sich Aldo Frei. Diese beinhalten nebst Grundrissplänen und Visualisierungen auch erste Kostenschätzungen.

Gesamtkosten von voraussichtlich 3,3 Millionen

Die eingereichten Ideen wurden von der SUB-Gruppe des Sportplatzkonsortiums bezüglich der Gestaltung, des Gesamteindrucks, der Einhaltung des Raumprogramms, der Grobkostenschätzung sowie der Möglichkeiten bezüglich Erweiterung und Aufstockung beurteilt. Als Sieger erkoren wurde die Idee vom Architekturbüro N2A GmbH, Widnau. Dieses wurde dem Gemeinderat Rüthi an seiner ersten Sitzung nach den Sommerferien vorgestellt. Für die Realisierung des ausgewählten Projekts werden die Gesamtkosten auf 3,3 Millionen Franken geschätzt.

Zum jetzigen Zeitpunkt wird davon ausgegangen, dass rund 600000 Franken durch Eigenleistungen, Eigenmittel und Sport-Toto-Beiträge gedeckt werden. Über die restlichen 2,7 Millionen Franken werden an der nächsten Bürgerversammlung die Rüthnerinnen und Rüthner abstimmen. «Den Betrag hat der Gemeinderat in die Investitionsplanung aufgenommen, weil wir den erweiterten Neubau als notwendig erachten», erklärt Gemeindepräsident Philipp Scheuble. Aus Sicht des Gemeinderats ist es wichtig, in die Vereine und die für sie notwendige Infrastruktur zu investieren. Sofern dem Kreditbegehren zugestimmt wird, kann frühestens im Sommer/Herbst 2019 mit den Bauarbeiten begonnen werden. Im Idealfall wäre das neue Clubhaus im Jahr 2021 fertiggestellt.

Zweckmässiger Bau mit Vorteilen während Bauzeit

Die von der SUB-Gruppe favorisierte Projektidee erfüllt sämtliche Anforderungen und ist kostenmässig im selben Rahmen wie die anderen Wettbewerbseingaben. Ein weiterer Vorteil dieses Projekts ist, dass die heutige Infrastruktur bis zur Fertigstellung des Neubaus – mit Einschränkung des Restaurants – weiter genutzt werden kann. «So können wir Kosten für mobile Garderoben-Container einsparen und der Betrieb auf dem Sportplatz wird während der Bauphase mit geringen Einschränkungen aufrecht erhalten», erklärt Aldo Frei. Die auserwählte Projektidee wird diese Woche den Rüthner Ortsparteien präsentiert.