240 Anzeigen: St.Galler Polizei geht während Corona gegen Autoposer vor – 22 Fahrzeuge stillgelegt

Seit dem Lockdown am 17. März 2020 hat die Kantonspolizei St.Gallen vermehrte Poser-Kontrollen durchgeführt. Es wurden 237 Männer und drei Frauen wegen Verursachung von vermeidbarem Lärm, unnötigem Herumfahren oder technischen Änderungen bei der Staatanwaltschaft zur Anzeige gebracht. Die Verzeigten waren mehrheitlich zwischen 19 und 28 Jahre alt. 22 Autos und zwei Motorräder wurden stillgelegt.

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Die Kantonspolizei greift seit Beginn des Lockdowns bei Autoposern durch.

Die Kantonspolizei greift seit Beginn des Lockdowns bei Autoposern durch.

Bild: Kantonspolizei St.Gallen

(kapo/stm) Während der Corona-Zeit gingen auffällig viele Meldungen von Bürgern über sogenannte Autoposer bei der Kantonspolizei St.Gallen ein. Verkehrsteilnehmende, welche mit ihren Fahrzeugen vermeidbaren Lärm verursachen oder unnötig herumfahren und den Motor hochdrehen, sind für Drittpersonen extrem störend, heisst es in einer Mitteilung der Kantonspolizei.

Bild: Kantonspolizei St.Gallen

Bei den jeweiligen Kontrollen wurden 75 Verkehrsteilnehmende diesbezüglich angezeigt. Weiter wurden 165 Auto- oder Motorradfahrer ebenfalls bei der Staatsanwaltschaft des Kantons St.Gallen zur Anzeige gebracht, weil sie nicht erlaubte, technische Veränderungen an ihren Fahrzeugen vorgenommen hatten.

Die Kantonspolizei St.Gallen in ihrer Mitteilung macht darauf aufmerksam, dass technische Veränderungen an den Fahrzeugen nicht pauschal verboten sind, sofern sie vom Strassenverkehrsamt geprüft wurden. Nicht eingetragene und nicht genehmigte, typenfremde Fahrzeugteile wie beispielsweise Felgen oder Manipulationen an Auspuffanlagen sind nicht erlaubt. Besonders Letzteres ist eine von vielen Varianten, um die Geräuschemissionen von Fahrzeugen zu manipulieren.