21jähriger Mann tot in Güllefass aufgefunden

MATTWIL. Gestern zur Mittagszeit ist ein Mitarbeiter eines Landwirtschaftsbetriebs in Mattwil bei Birwinken tot in einem Güllefass aufgefunden worden.

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MATTWIL. Gestern zur Mittagszeit ist ein Mitarbeiter eines Landwirtschaftsbetriebs in Mattwil bei Birwinken tot in einem Güllefass aufgefunden worden. «Der 21-Jährige war vor der Mittagspause auf dem Hofplatz selbständig mit Abpumpen von Gülle aus einem Tankwagen beschäftigt», sagt Matthias Graf, Sprecher der Kantonspolizei Thurgau. «Als seine Arbeitskollegen nach der Mittagspause auf den Betrieb zurückkehrten, suchten sie den Mann und fanden ihn leblos im Jauchedruckfass liegen.»

Erfolglose Reanimation

Die Arbeitskollegen alarmierten den Rettungsdienst und versuchten den jungen Thurgauer zu reanimieren. Auch die Reanimationsversuche durch die Rettungssanitäter blieben erfolglos, der junge Mann verstarb noch auf der Unfallstelle. Die Kantonspolizei Thurgau klärt nun die Todesursache des jungen Landwirtschaftsangestellten ab, und wie der Mann ins Jauchedruckfass gelangen konnte.

Care-Team betreut die Kollegen

Niedergeschlagen und still standen einige Arbeitskollegen des Verunglückten kurze Zeit nach ihrem schrecklichen Fund in einer angrenzenden Wiese im Kreis. Mitarbeiter der Sanität und des Care-Teams Thurgau kümmerten sich um die trauernden Arbeitskollegen, während Polizisten auf dem Hofplatz des grossen Landwirtschaftsbetriebs Befragungen durchführten.

Gülle setzt giftiges Ammoniak frei. In Verbindung mit Luftfeuchtigkeit ist das Gas schwerer als Luft. Es kann sich dann auf dem Grund von Güllefässern und -löchern ansammeln. (mte)