19 Ruhestörungen innerhalb von zweieinhalb Stunden: In der Nacht auf Sonntag musste die Kantonspolizei St.Gallen pausenlos ausrücken

In der Samstagnacht waren die St.Gallerinnen und St.Galler in besonders ausgelassener Feststimmung. Meist konnte die Kantonspolizei vermitteln. Nur in Arnegg war eine Gruppe Jugendlicher uneinsichtig.

Michael Genova
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Geburtstagsfeste mit Musik und feiernde Sportfans: Insgesamt 19 Mal musste die Kantonspolizei St.Gallen wegen Ruhestörungen ausrücken. (Bild: PD)

Geburtstagsfeste mit Musik und feiernde Sportfans: Insgesamt 19 Mal musste die Kantonspolizei St.Gallen wegen Ruhestörungen ausrücken. (Bild: PD)

Um 22:15 Uhr ging in der Notrufzentrale der Kantonspolizei St.Gallen die erste Meldung ein. Danach hörte das Telefon nicht mehr auf zu klingeln. Alleine bis 23:10 Uhr gingen 12 Meldungen wegen Ruhestörungen ein. Bis 00:50 Uhr beschwerten sich weitere sieben Anrufende über Lärm.

Polizeisprecher Hanspeter Krüsi sagt:

«Die Zahl der gemeldeten Ruhestörungen ist aussergewöhnlich hoch – vor allem in dieser kurzen Zeit.»

In der Region Bodensee-Rheintal mussten die Patrouillen sechs Mal, im Fürstenland und im Linthgebiet je fünf Mal und im Werdenberg-Sarganserland drei Mal ausrücken.

Die Gründe für die Ruhestörungen «waren mannigfaltig», wie die Kantonspolizei St.Gallen schreibt: Geburtstags- und Familienfeste mit Musik, rückkehrende und feiernde Sportfans, Diskussionen im Freien, Musikhören im Freien, lärmende Jugendliche und Vereinsanlässe mit Verlängerungsbewilligungen.

Feiern, bevor der Herbst kommt

Er könne nur mutmassen, warum es gerade in der Nacht auf Samstag zu dieser Häufung von Ruhestörungen kam, sagt Krüsi. «Vielleicht wollten die Leute den letzten Sommerabend geniessen.» Für heute Sonntagabend hätten die Meteorologen eine Abkühlung angekündigt. Dazu komme, dass die Sommerferien definitiv vorbei sind und deshalb wieder mehr Leute im Freien unterwegs seien

Die Patrouillen hätten in in fast allen Fällen verständnisvolle Bürgerinnen und Bürger angetroffen, schreibt die Kantonspolizei. In Arnegg nützte allerdings die Ermahnung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen nichts. Die Polizei musste erneut anrücken und zog eine Einsatzgebühr von 80 Franken ein. Die Gruppe habe dann die Gemeinde verlassen, fiel in Waldkirch jedoch erneut durch Lärm auf. Schliesslich fruchtete das erneute Einziehen einer Gebühr von 80 Franken. Denn weitere Klagen von dieser Gruppe wurden gemäss Kantonspolizei nicht mehr gemeldet.

Im Kanton Thurgau blieb es in der Nacht auf Sonntag hingegen eher ruhig. Zwischen 20 Uhr und den frühen Morgenstunden gingen insgesamt neun Meldungen wegen Ruhestörungen in der Notrufzentrale ein. «Das ist zwar genug, doch keine aussergewöhnlich hohe Zahl», sagt Polizeisprecher Michael Roth.