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St.Galler Verkehrsbetriebe setzen auf Trolleybusse mit Batteriebetrieb

Ab dem Fahrplanwechsel 2020 starten die St.Galler Verkehrsbetriebe die Gesamterneuerung ihrer Fahrzeuge. Im Rahmen der Strategie sind für die Bus-Linien Wittenbach-Abtwil (neue Linien 3 und 4) sowie St.Georgen-Heiligkreuz (neue Linie 6) neue Batterie-Trolleybusse vorgesehen.
Die St. Galler Verkehrsbetriebe beantragen den Kauf von 17 neuen Bussen mit Batterieantrieb. Die Fahrzeuge und ein geplanter Ausbau der Fahrleitungen kosten 37,5 Millionen Franken. (Bild: pd)

Die St. Galler Verkehrsbetriebe beantragen den Kauf von 17 neuen Bussen mit Batterieantrieb. Die Fahrzeuge und ein geplanter Ausbau der Fahrleitungen kosten 37,5 Millionen Franken. (Bild: pd)

(pd/lex) Voraussichtlich am 26. Juni befindet das St.Galler Stadtparlament über die Beschaffung von insgesamt 17 Batterie-Trolleybussen per Dezember 2020. Wie die Stadt St.Gallen in einer Mitteilung festhält, fand die letzte Gesamterneuerung der Dieselbusflotte in den Jahren 2008 und 2009 statt. "Ein grosser Teil dieser Fahrzeuge erreicht 2021 das Ende der vorgesehenen Einsatzdauer."

Basierend auf dem Energiekonzept 2050 der Stadt St.Gallen haben die Verkehrsbetriebe St.Gallen (VBSG) eine Flottenstrategie erarbeitet, welche eine schrittweise Elektrifizierung der gesamten Flotte vorsieht. Bei den grossen Dieselfahrzeugen (Gelenkautobusse und Buszüge) stünden für die VBSG Batterie-Trolleybusse im Zentrum. Für die kleinen Gefässe (Autobusse mit einer Länge von bis zu zwölf Metern) sehe die VBSG Batteriebusse vor.

Wie es weiter im Communiqué heisst, beinhaltet die aktuelle Parlamentsvorlage die Beschaffung von elf Doppelgelenk-Trolleybussen und sechs Gelenk-Trolleybussen mit Batteriepaketen. "Der Verpflichtungskredit beträgt inklusive Fahrleitungsbau 37,5 Millionen Franken. Diese Investition wird in den nächsten Jahren zu etwa einem Drittel durch Abgeltungen sowie zu ungefähr zwei Dritteln durch Ticketverkäufe und weitere Erlöse der VBSG finanziert." 50 Prozent der Abgeltungen übernehme dabei der Kanton St.Gallen und 50 Prozent der Gemeindepool, an den die Stadt St.Gallen aktuell etwa 31 Prozent beisteuere.

Teilstrecken künftig mit Batterie fahren

Die Stadt St.Gallen ist bereits heute eine Trolleybus-Stadt und verfügt über ein Fahrleitungsnetz von rund 23 Kilometern Länge. Für die Elektrifizierung der neuen Autobuslinien Wittenbach – Abtwil (neue Linien 3 und 4) sowie St.Georgen – Heiligkreuz (neue Linie 6) sollen daher zusätzlich sieben Kilometer Fahrleitung gebaut werden. "Dank der Möglichkeit, Teilstrecken künftig mit der Batterie zu fahren, können die VBSG mit verhältnismässig wenig Fahrleitungsausbau die elektrisch betriebene Strecke auf fast 60 Kilometer verdoppeln", schreibt die Stadt weiter. Durch das Laden der Batterien während der Fahrt werden zudem unerwünschte Standzeiten an Ladestationen vermieden.

Die Buszüge, welche ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2018 eingesetzt werden, dienen ab der Elektrifizierung der Flotte als Reservefahrzeuge. Die Buszüge würden im Anhängerbetrieb eine Fahrgastkapazität aufweisen, die jener eines Doppelgelenkbusses ähnlich sei. Sie seien jedoch auch sehr flexibel und können mit oder ohne Anhänger auf sämtlichen Linien eingesetzt werden.

Batterien während der Fahrt laden

Allen elektrisch angetriebenen Systemen ist gemeinsam, dass der verbrauchte Strom nachgeladen werden muss. Das Konzept der Batterietrolleybusse kombiniert gemäss Stadt St.Gallen bewährte Oberleitungstechnik mit neuster Batterietechnologie. "Die Fahrzeuge haben leistungsfähige Energiespeicher an Bord, die während der Fahrt aufgeladen werden (In-Motion-Charging)." Das ermögliche einen elektrischen Betrieb auf Linien, die nur teilweise über Trolleybus-Fahrleitungen verfügen würden.

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