14-Jährige zu sexuellen Handlungen gezwungen

ARBON. Am Seenachtsfest hat ein junger Mann in der Nacht auf Sonntag offenbar eine Jugendliche zu sexuellen Handlungen gezwungen. Die Polizei fahndet nach einem Mann mit einer Lücke zwischen den Schaufelzähnen, der dem Mädchen sagte, er stamme aus dem Kosovo.

Daniel Walt
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Die Jugendliche blieb körperlich unverletzt und konnte nach ihrer Aussage wieder nach Hause. (Bild: Nana do Carmo)

Die Jugendliche blieb körperlich unverletzt und konnte nach ihrer Aussage wieder nach Hause. (Bild: Nana do Carmo)

Seenachtsfest in Arbon, gegen Mitternacht: Drei Mädchen, darunter eine 14-Jährige aus der Region, sind bei den Autoscootern. Vier Männer im Alter von 17 bis 20 Jahren sprechen die Gruppe an. Ein wenig später entfernt sich die 14-Jährige mit einem der Männer, um einen Spaziergang am See zu machen. Unterhalb eines Parkplatzes in der Nähe einer Bar am See wird sie gegen 0.30 Uhr dann offenbar zu sexuellen Handlungen gezwungen. Der Mann entfernt sich danach in unbekannte Richtung.

Erfolglose Fahndung
«Das Mädchen kehrte danach zu den Kolleginnen zurück. Gemeinsam alarmierten sie die Polizei», erklärt Christoph Greminger, Mediensprecher der Kantonspolizei Thurgau. Die Polizei kam laut Greminger vor Ort und fahndete nach dem Mann, allerdings erfolglos. «Was genau zwischen ihm und der Jugendlichen ablief, ist Gegenstand der Ermittlungen», sagt Greminger. Auf die genaue Aussage des Mädchens geht er aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nicht weiter ein.

Täter mit rundlichem Gesicht
Das körperlich unverletzte Mädchen machte seine Aussage auf dem Polizeiposten und konnte daraufhin nach Hause. «Es geht der Jugendlichen den Umständen entsprechend gut», sagt Christoph Greminger. Die Staatsanwaltschaft Bischofszell hat ein Strafverfahren eröffnet. Gefahndet wird nach einem 17- bis 20-jährigen Mann, der zwischen 180 und 190 Zentimeter gross ist. Er hat dunkelbraune, kurz geschnittene Haare und ein rundliches Gesicht. Der mutmassliche Täter trug Jeans, einen gestreiften Pullover und ein schwarzes Gilet. Der Mann, der Schweizerdeutsch sprach, gab dem Mädchen gegenüber an, aus dem Kosovo zu stammen. Auffallend war auch eine Lücke zwischen seinen Schaufelzähnen. Wer Angaben zum mutmasslichen Täter machen kann oder Beobachtungen gemacht hat, wird gebeten, sich beim Kantonspolizeiposten Arbon unter 071-221-41-00 zu melden.

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