1300 Coronatests pro Tag: Blick in das modernste Laboratorium der Ostschweiz – das Zentrum für Labormedizin in St.Gallen

Reportage
1300 Coronatests pro Tag: Blick in das modernste Laboratorium der Ostschweiz – das Zentrum für Labormedizin in St.Gallen

Bilder: Benjamin Manser

Die Verfolgung von Coronamutationen wird immer wichtiger: Das Zentrum für Labormedizin ist als einziges Laboratorium der Ostschweiz für die Sequenzierung von Sars-CoV-2 akkreditiert. In St.Gallen wird auch geforscht – mit überraschendem Resultat: Die gross angelegte Impfaktion ist möglicherweise erst ein Anfang.

Christoph Zweili
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Zwei Oberstufen-Schulklassen in St.Gallen in Quarantäne: Zuerst der Befund Covid-19, dann der Nachweis der Mutation. Jetzt, nach der Aufschlüsselung des genetischen Codes über die sogenannte Sequenzierung der RNA, hat das Zentrum für Labormedizin (ZLM) in St.Gallen auch das letzte Rätsel noch gelöst: Die vier Schüler im Schulhaus Engelwies waren mit dem Sars-CoV-2 aus Grossbritannien, der sogenannten Viruslinie «B.1.1.7», infiziert. «Die südafrikanische und die brasilianische Variante haben wir hier bislang noch nicht nachweisen können», sagt Oliver Nolte, Bereichsleiter Humanmedizinische Mikrobiologie, beim Besuch im molekularbiologischen Laboratorium am Rand des Campus des Kantonsspitals.