100 000 Franken dank dreier Kirschen

Ein Börsenhändler hat am Donnerstag den Maximalgewinn aus dem «Super Cherry»-Automaten geholt. Ein seltener Moment – Risikofreude und ein hoher Einsatz verhalfen zum grossen Geld.

Kathrin Reimann
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Aller guten Dinge sind drei. In diesem Fall drei Kirschen, die einem Stammspieler des Swiss Casinos St. Gallen 100 000 Franken bescherten. (Bild: pd)

Aller guten Dinge sind drei. In diesem Fall drei Kirschen, die einem Stammspieler des Swiss Casinos St. Gallen 100 000 Franken bescherten. (Bild: pd)

ST. GALLEN. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt – wird sich ein 50jähriger Börsenhändler gedacht haben. Am Donnerstagnachmittag hat sich die Redewendung für ihn bewahrheitet; im Swiss Casino St. Gallen hat der Stammspieler den Maximalgewinn von 100 000 Franken aus dem Automaten «Super Cherry» herausgeholt. Hier gewinnt, wem der Automat drei Kirschen anzeigt. Ist dies der Fall, muss das Geld über mehrere Schritte immer wieder eingesetzt werden. «Ein Spiel für jemanden, der Risiko-affin ist», sagt Casino-Direktor Massimo Schawalder. Dies treffe auf den Börsenhändler zu. Ein Gewinn an der «Super Cherry» sei eine Seltenheit; wenn aber jemand etwas heraushole, dann viel. «Dazu braucht es einen gewissen Grundeinsatz sowie Glück», sagt Schawalder. Der Mann habe hoch gespielt und deshalb hoch gewonnen.

Ein «abgeklärter» Gewinner

Schon länger habe niemand mehr den Maximalgewinn aus der «Super Cherry» herausgeholt; zum Charakter des Börsenhändlers passe dieser Glücksspielgewinn aber gut. Nachdem er die 100 000 Franken gewonnen hatte, sei der Mann nicht – wie zu erwarten – in Jubel ausgebrochen. «Das ist ein sehr abgeklärter Herr», sagt Massimo Schawalder über den Stammspieler.

Trinkgeld für Casino-Personal

Beim Personal bedankte sich der Gewinner mit einem grosszügigen Trinkgeld von 2000 Franken. Mit dieser Geste wollte er auf Nummer sicher gehen, dass ihm Fortuna auch in Zukunft gut gestimmt ist. Das Casino teilte mit, dass der Mann seine gute Einstellung zum Glücksspiel bewies, indem er sagte: «Im Casino spiele ich zum Spass. Mein Geld verdiene ich normalerweise an der Börse.»

Was der Mann mit seinem Gewinn vorhat ist nicht klar. Gemäss Schawalder will er ihn für weitere Spiele im Swiss Casino St. Gallen einsetzen. Börsenhändler, die in seinem Betrieb ihr Glück versuchen, gehören gemäss Schawalder aber nicht zur Tagesordnung.