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Spätes Eigentor ebnet Iran den Weg zum Sieg

Ein Last-Minute-Treffer entscheidet auch die erste WM-Partie der Gruppe B. Der Iran siegt nach einem Eigentor von Aziz Bouhaddouz in der fünften Minuten der Nachspielzeit gegen Marokko 1:0.
Marokko und der Iran schenkten sich nichts (Bild: KEYSTONE/EPA/TOLGA BOZOGLU)

Marokko und der Iran schenkten sich nichts (Bild: KEYSTONE/EPA/TOLGA BOZOGLU)

(sda)

Als alles auf das erste torlose Remis an dieser WM hindeutete, fiel der Treffer doch noch. In der 95. Minute lenkte Marokkos St. Pauli-Stürmer Bouhaddouz eine Freistossflanke mit dem Kopf in das eigene Tor ab und ebnete damit dem Iran den Weg zum zweiten WM-Sieg in der Geschichte. 1998 hatte der Iran in dem von Urs Meier geleiteten geschichtsträchtigen Spiel die USA 2:1 besiegt.

Der Sieg der Iraner war glückhaft, hatten sie sich doch kaum Torchancen erspielt. Die Marokkaner schlugen bei ihrer ersten WM-Teilnahme seit 1998 ein forsches Tempo an und erarbeiteten sich durch ihren Captain Medhi Benatia auch die erste Grosschance des Spiels. Der Schuss des Innenverteidigers wurde in der 19. Minute von einem iranischen Verteidiger abgeblockt.

Nach dem afrikanischen Startfurioso flachte die Partie ab. Der Iran fing sich auf und hatte seinerseits kurz vor der Pause die Gelegenheit, in Führung zu gehen. Nach einem Stellungsfehler in der marokkanischen Hintermannschaft scheiterte Sardar Azmoun an Marokkos Keeper Monir El Kajoui. Es war die einzige gute Torchance für die Asiaten - bis ihnen in der Nachspielzeit doch noch der Lucky Punch gelang.

Die zweite Halbzeit bot viel weniger Spektakel, was auch auf die vielen Unterbrüche wegen Verletzungen zurückzuführen war. Dennoch hätte in der 80. Minute die Vorentscheidung fallen können. Hakim Ziyach von Ajax Amsterdam, der Spieler des Jahres in den Niederlanden, traf mit einer Direktabnahme die linke untere Ecke, aber Irans Goalie Ali Beiranvand wehrte mit einer hervorragenden Parade ab.

Für die Marokkaner ist die Niederlage, die sie in der schweren Gruppe nach Papierform aller Chancen auf das Weiterkommen beraubt, äusserst bitter. Denn sie stellten über die 96 Minuten die bessere Mannschaft. Im zweiten Spiel der Gruppe B trifft in Sotschi Europameister Portugal auf Spanien, den Weltmeister von 2010.

Telegramm und Rangliste

Marokko - Iran 0:1 (0:0)

St. Petersburg. - 62'548 Zuschauer. - SR Cakir (TUR). - Tor: 95. Bouhaddouz (Eigentor) 0:1.

Marokko: El Kajoui; Hakimi, Benatia, Saïss; Boussoufa, Ziyach, El Ahmadi, Harit (82. Da Costa); Noureddine Amrabat (76. Sofyan Amrabat), El Kaabi (77. Bouhaddouz), Belhanda.

Iran: Beiranvand; Rezaeian, Cheshmi, Pouraliganji; Ansarifard, Ebrahimi (79. Montazeri), Haji Safi, Shojaei (67. Taremi); Jahanbakhsh (84. Ghoddos), Azmoun, Amiri.

Bemerkungen: Verwarnungen: 10. Shojaei (Foul), 34. El Ahmadi (Foul), 47. Jahanbakhsh (Foul), 92. Ansarifard (Unsportlichkeit).

Rangliste: 1. Iran 1/3 (1:0). 2. Portugal 0/0 (0:0). 2. Spanien 0/0 (0:0). 4. Marokko 1/0 (0:1).

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