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Schweizer nach 1:1 gegen Brasilien zurückhaltend

Ein guter Start und ein schönes Gefühl, aber die Füsse bleiben am Boden: So in etwa lassen sich die Aussagen der Schweizer nach dem 1:1 zum WM-Start in Rostow gegen Brasilien zusammenfassen.
Einer von vielen harten Zweikämpfen zwischen Behrami (rechts) und Neymar (Bild: KEYSTONE/AP/FELIPE DANA)

Einer von vielen harten Zweikämpfen zwischen Behrami (rechts) und Neymar (Bild: KEYSTONE/AP/FELIPE DANA)

(sda)

Ein Punkt gegen den fünffachen Weltmeister ist auf dem Weg in die Achtelfinals noch nicht die halbe Miete. Keiner bei den Schweizern weiss das besser als Valon Behrami. Der Kämpfer im Mittelfeld, gegen Brasilien der Beste seines Teams, schied vor acht Jahren in der WM-Vorrunde aus. Trotz des 1:0 zum Auftakt gegen den späteren Weltmeister Spanien hatte es nicht für die Qualifikation für die K.o.-Phase gereicht.

«Wir müssen mit den Füssen auf dem Boden bleiben und die nächsten zwei Spiele sehr seriös angehen. Das Spiel gegen Serbien am Freitag wird zu einer grossen Herausforderung. Das wird physisch ein ganz hartes Duell», sagte Behrami. «Aber ich glaube nicht, dass man diese WM mit derjenigen von vor acht Jahren vergleichen kann. Wir sind spielerisch besser als damals und von der Mentalität her reifer.» Gegen Serbien will Behrami wieder dabei sein, obwohl er gegen Brasilien in der 70. Minute wegen einer leichten Adduktorenverletzung ausgewechselt wurde. «Ich denke, ich bin gerade noch rechtzeitig vom Feld gegangen.»

Behrami hat sich von der ersten Minute an für das Team aufgeopfert. Es war seine Aufgabe, Brasiliens Superstar Neymar in harte Duelle zu verwickeln. «Wir haben eine grundlegend andere Art, Fussball zu spielen. Ich liebe den Körperkontakt, er die Finesse in den Dribblings.» Dass Neymar öfters liegen blieb nach Zweikämpfen mit ihm, hat Behrami nur ein wenig genervt. «Ich respektiere ihn als Fussballer. Manchmal hat er aber mehr gelitten als nötig gewesen wäre.»

Die Schweizer haben es offenbar geschafft, den Brasilianern den Spass an ihrem «Jogo Bonita» zu verderben. «Wir wollten ihnen keinen Meter Raum lassen und das ist uns sehr gut gelungen. Man hat auf dem Feld gespürt, dass sie es mühsam finden, gegen uns zu spielen», sagte Torhüter Yann Sommer. «Neymar hatte am Duell mit Behrami sicher keinen Spass.»

Die harte Defensivarbeit kaschiert aber nicht die Tatsache, dass die Schweizer - und dies ist auch ein Unterschied zum damaligen Sieg in Südafrika gegen Spanien - in keiner Phase destruktiv angetreten sind. Von einer «guten Körpersprache» redete Sommer. Davon sich «nicht versteckt» zu haben, sprach Xherdan Shaqiri. Dennoch blieben die Schweizer vor Brasiliens Keeper Allison nur ganz selten gefährlich. Am Ende wies die offizielle Statistik nur einen einzigen Schuss auf das brasilianische Tor aus. Doch dieser führt kurz nach der Pause zum 1:1.

Steven Zuber hatte mit seinem Kopfball nach dem Corner von Shaqiri seine gute Leistung gekrönt. Für ihn war diese 50. Minute «ein schöner Moment». Mehr an Gefühlen wollte auch der Zürcher nicht zulassen, obwohl er in seinem ersten WM- oder EM-Spiel gleich zum «Matchwinner» avancierte. Vorsichtig sagte er: «Es ist erst ein Punkt». Auch er weiss: Es braucht gegen Serbien und Costa Rica noch ein paar zusätzliche Zähler. Sonst ist der gute Auftakt wie vor acht Jahren wieder nur ein Muster ohne Wert.

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