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Schweizer Einschätzungen nach dem Coup gegen Brasilien

Drei Figuren, drei Kurzgeschichten und ein paar deutliche Ansagen. Torschütze Steven Zuber, Abwehrpatron Manuel Akanji und Offensiv-Arbeiter Haris Seferovic kommentierten das 1:1 gegen Brasilien.
Manuel Akanji hatte nach dem 1:1 gegen Brasilien allen Grund zur Freude (Bild: KEYSTONE/LAURENT GILLIERON)

Manuel Akanji hatte nach dem 1:1 gegen Brasilien allen Grund zur Freude (Bild: KEYSTONE/LAURENT GILLIERON)

(sda)

Steven Zuber, 26, linkes Mittelfeld, Hoffenheim, WM-Debütant und Torschütze gegen Brasilien.

Ein Bild zeigte ihn inmitten von acht Brasilianern - der Bundesliga-Professional liess sich nicht aus der Ruhe bringen und markierte das erste Schweizer Feldtor gegen die Seleção seit Claudio Sulsers 1:1 vor 36 Jahren.

«Das Foto habe ich nicht gesehen. Das Video hingegen habe ich mir angesehen. Sie verteidigen bei Eckbällen mit einer Zonendeckung, wohl auch deswegen stand ich so frei. Reaktionen erhält man nach einer solchen Aktion natürlich immer - viele fanden es cool.»

Manuel Akanji, 22, zentraler Verteidiger, Dortmund, WM-Debütant.

Das grosse BVB-Talent demonstrierte mentale Stärke beim ersten Auftritt auf der weltweit wichtigsten Bühne. Er schlug mehr Pässe als Taktgeber Granit Xhaka und verlor nur einen von 13 Zweikämpfen. Am Tag danach analysierte der 22-Jährige sein erst achtes Länderspiel überaus selbstkritisch.

«Auf diese Partie habe ich mich enorm gefreut. 75 Minuten lang war die Leistung sehr gut, danach machte ich zwei, drei Fehler. Das hat mich gestört. Ich sollte über die ganze Spielzeit durchziehen. Die Mannschaft hat mich aber sehr gut unterstützt. Wir arbeiten generell sehr gut zusammen. Und klar, ich versuche meinen Beitrag zu leisten.»

Haris Seferovic, 26, Sturmspitze, Benfica Lissabon, zweifacher WM-Teilnehmer.

«Es war schwer, die Arbeit gegen hinten. Jeder musste die Defensive unterstützen, um die Räume zuzumachen. Die nächsten Spiele werden offener, wir werden mehr Platz vorfinden. Aus meiner Sicht wird einiges besser werden, wenn die letzten Pässe genauer sind. Es geht darum, kreativer und cooler zu sein vor dem Tor - dann gehen wir gegen Serbien in Führung.»

Kein Verständnis für Brasiliens Kritik

Für das allgemeine brasilianische Wehklagen nach dem Punktverlust zum Auftakt in Rostow am Don brachte das Schweizer Trio kein Verständnis auf. Auf Neymars Kritik am kompromisslosen Stil der SFV-Kontrahenten reagierten die drei Protagonisten unmissverständlich. «Wenn ihnen das guttut, sollen sie das machen», lächelte Akanji. Skorer Zuber bedauerte die Haltung der Südamerikaner: «Ich finde es schade, alles nur auf unsere angeblich harte Gangart zu reduzieren. Wenn man ständig 1:1-Situationen provoziert, ist es normal, auf die Socken zu bekommen.» Seferovic ist das Lamento «eigentlich egal. Wir sind zufrieden, wir haben den Punkt geholt».

Komplimente für Schwerarbeiter Behrami

Viel Lob und Anerkennung übermittelten Akanji, Zuber und Seferovic ihrem Teamkollegen Valon Behrami, der nach einem starken Auftritt gegen Neymar in den Fokus zorniger Brasilien-Anhänger geraten war. «Jeder hat gesehen, was er in seinem Alter noch auf dem Kasten hat», applaudierte Seferovic. «Seine Präsenz hilft uns sehr. Es ist nicht einfach, Neymar zu stoppen - Valon schaffte es sogar drei-, viermal.»

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