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Keine Sperre gegen Shaqiri, Xhaka und Lichtsteiner

Die FIFA-Disziplinarkommission lässt im Fall von Xherdan Shaqiri, Granit Xhaka und Stephan Lichtsteiner Milde walten. Das Schweizer Trio wird nur gebüsst, aber nicht gesperrt.
Granit Xhaka gebüsst, aber nicht gesperrt (Bild: KEYSTONE/LAURENT GILLIERON)

Granit Xhaka gebüsst, aber nicht gesperrt (Bild: KEYSTONE/LAURENT GILLIERON)

(sda)

Nach einer mehrtägigen und intensiven Debatte um die Doppeladler-Geste der beiden Torschützen gegen Serbien (2:1) und des Captains fällte der Weltverband ein Urteil ohne Präjudiz-Charakter. Das SFV-Trio habe mit der umstrittenen Jubelpose lediglich gegen den FIFA-Artikel 57 verstossen und das Prinzip der Fairness verletzt; im Wiederholungsfall würden hingegen ein härteres Strafmass drohen.

Gegen Shaqiri und Xhaka, die beiden Akteure mit kosovarischem Migrationshintergrund, verhängte die Kommission eine Busse von je 10'000 Franken. Lichtsteiner wurde mit einer Geldstrafe von 5000 Franken belegt - alle drei sind demzufolge am Mittwoch im letzten Gruppenspiel gegen Costa Rica spielberechtigt.

«Ich bin überzeugt, dass die FIFA diese Verfahren mit Augenmass führen und beurteilen wird», hatte Verbands-Präsident Peter Gilliéron bereits am Tag vor der Bekanntgabe der Sanktionen betont. Der Jurist mit mehrjähriger UEFA-Exekutiv-Erfahrung rechnete sogar nur mit einer Verwarnung.

In seiner Stellungnahme hatte der SFV immer wieder auf die aufgeheizte Atmosphäre im Stadion hingewiesen und erklärt, dass die Beteiligten «aus den Emotionen heraus» gehandelt hätten. Zudem hätte die FIFA bei einer allfälligen Sperre «in Zukunft jede einzelne Geste auf dem Rasen unter die juristische Lupe nehmen müssen», liess sich Gilliéron in einem Keystone-SDA-Interview zitieren.

Derweil einige Kommentatoren den speziellen Gruss der beiden Doppelbürger sofort und ohne Einschränkung im politischen Sektor eingeordnet hatten, nahm die oberste Fussball-Behörde nach genauer Abwägung einen anderen Standpunkt ein. Die FIFA-Juristen demonstrierten Augenmass und erweiterten das teilweise kontaminierte Terrain nicht noch zusätzlich. Sie erkannten weder ein politisches Statement noch eine vorsätzliche Provokation der serbischen Kontrahenten und folgten damit dem SFV und dessen Darstellung einer Affekthandlung.

Der aufgewirbelte Staub wird sich womöglich bedeutend schneller legen als prognostiziert. Das phasensweise zur Staatsaffäre aufgeblasene Fingerspiel zweier Spieler im Adrenalinrausch dürfte wieder in den Hintergrund rücken; und die Hauptbetroffenen stehen ab sofort weniger mehr am Internet-Pranger verschiedener Interessenvertreter.

Claudio Sulser, der Delegierte des Nationalteams, kommentierte den Richterspruch nur knapp: «Wir nehmen die Entscheide der FIFA-Disziplinarkommission zur Kenntnis und freuen uns, dass wir uns ab sofort nur noch auf das rein Sportliche konzentrieren können.»

Der serbische Fussball-Verband wurde wegen des Verhaltens eines Teils seiner Anhänger härter angefasst. 54'000 Franken hat er zu berappen. Mladen Krstajic wird ebenfalls zur Kasse gebeten. In seinem Fall hingegen war mit einem WM-Ausschluss gerechnet worden - er attackierte den Schiedsrichter Felix Brych frontal und liess sich zur Aussage hinreissen, man sollte den deutschen Referee vor das UNO-Tribunal in Den Haag stellen.

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